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Christliche Leichpredigt. Bey der trawrigen Begrebnus, Weilandt der WolEdlen vnnd viel Ehren Tugendreichen Frawen, Dorotheæ Margaretæ von der Malsburgk, Gebornen Eddel Tochtern zu Bewren : Welche den 18. Januarii dieses 1600. Jahrs, in Gott sanfft vnd seliglich entschlaffen, vnd volgends den 28. gedachtes Monats in der Kirchen zu Obern-Elsingen, Christlich zur Erden bestattet worden ist / Gehalten durch Ioannem Brandis Dienern am Heiligen Wort Gottes daselbst
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Speiſe furtragen / Heut biſtu der Wurme Speiſe. Re⸗ genten Taffel parte;. fol. 381.

Es hat davon auch GOTTder HERR ſelbs nicht allein vnſerm Vatter Adam geſagt / Geneſ. ʒ. Du biſt Erde vnd ſolt zu Erden werden. Sondern er ruffet vns allen zu / Eſa. 40. Alles fleiſch iſt Hew / vnd alle ſeine Guͤte iſt wie eine Blume auff dem Felde. Das Hew verdorret / die Blume verwelcket / dann des HErren Geiſt bleſet darein / Ja das Volck iſt das

ew.

* Ja es bezeuget ſolche eitelkeit / die tagliche erfah⸗ rung / vnd haben wir derſelben jetzo ein gezeugnis vnnd errinnerung an gegenwertiger Leich vor vnſern Augen. Weil dann dieſem alſo / Was kan dann beſſer von vns geſchehen / dann das wir vnſer Hert / Sinn vnd gedan⸗ cken auff den beſtendigen vnnd ewigen wolſtandt vnſer Seelen richten / vns damit troſten / vnnd Chriſtlich da⸗ zu gefaſt machen. Zuwelchem ende ich dann das jetzt verleſenes Gebetlein Davids dißmal zu handeln vorgenommen.

Welches ob es wol an Worten kurtz / doch nach dem verſtande ſehr reich iſt. Vnnd begreiffet / die allerhoͤheſte / furnemeſte vnd noͤtigſte kunſt / damit das allerbeſte / ſo dem Menſchen widerfahren mag / daman ſie recht weiß vnnd gebrauchet / ʒugewinnen / deſſelbigen aber / da mann ſie nicht weiß / in Ewigkeit muß verlu⸗ ſtig bleiben. Weil aber David in dieſen Wor⸗ ten erſtlich ſein Gebet thut/ vnnd G O T T ſeine

Bii Seele