Gegen Gott aber hat er beydes ſeine Gedult vnd Gebet kund laſſen werden. Dann er die gan⸗ tze zeit ſeiner Schwachheit niemals vngeduͤldig worden / ſondern jm̃er geſagt: Wie Gott wul / vnd offt widerbolet die Bitte: H E RRdein
Wille geſchehe. So hat er auch neben der Ge⸗ dult / nach dem Exempel des Hohenprieſiers Aa⸗ rons GOtt dem HErrn fur ſeine eigene Suͤnde geopffert / bußfertiges Gebet vnnd flehen biß in den Lodt. Dann als ich vorgeſter zuletzt zu ſeiner Ehrwürde kam / vnnd mit jhm redet vom Reich Gottes / fieng er an mit ſeufftzen / zu dreyen vnter⸗ ſchiedenen malen zu ruffen: Ach Gott ſey mir Suͤnder gnedig. Vnd als ich jhm darauff zurieff / das iſt recht / Herr Superintendens: Deñ
omb Vergebung der Sünden můſſen alle Heili· Ihn⸗ gen bitten zu rechter zeit / vnd můſſen mit dem Kn. Apoſieln vnd Juͤngern des HErren beten: HErr x⸗ vergib vns vnſer Schuld. Ihr ſolt aber euch tro.
ſten der Gnade Gottes / welcher / wie er das Ge⸗ betdes bußfertigen Zoͤlners: HErr ſey mir armen Suͤnder gnedig / Er hoͤret / Alſo wird er auch diß
ewer Gebet vnd ſeufftzen geiviß erhoͤret ſein laſſen: 4 Denn es iſt bey jhm̃ kein anſehen der Perſonen. 10.34.
Bnb
Er iſi nahe allendie jhn ernſtanruffen.


