mein Hauß / vnnd im Finſternis iſi mein Betie gemachet / Die verwehſung heiſſe ich meinen Vatter / vnd die Wuͤrme meine Mutter / vnd meine Schweſter. Aber wen wir die Augen des Geiſtes auffthun ond im Glauben an das Goͤttliche Wort / den handel anſehen: So iſt vnſer Todt (wie vorgemeldet) ein Schlaff / das liggen in der Erden eine ſanffte ruhe die Sarcke vnd Greber ſeind Ruhelammern / Wie ſie Eſa⸗ ias nennet. Dem zu folge vor zeiten die Grab⸗ ſiette Cœmiteria Das iſt / Schlaffheuſer ge⸗ nant worden. Darinnen ruhen vnd ſchlaffen die Chriſten / wie in feinem ſanfften faullbett⸗ lein / vnd koͤnnen aus jhrer Ruhe bis an den Juͤngſten tag nicht verſioͤret werden. In be⸗ trachtung vnd hoffnung ſolcher ſeiner damahls tuͤnfftigen ruhe hat der Koͤnig David geſagt im 4. Pſalmen: Ich liege vnd Schlaffe gantz mit frieden. Vnd im 16. Pſalmen: Darumb fre⸗ wet ſich mein Hertz vnd meine ehre iſt froͤlich / auch mein Fleiſch wird ſicher liegen. Vnd weil der Auſserwehlten Leiber ſolche ſanffte ruhe haben / vnd jhre Seelen in GOttes handt ſind / da ſie keine qual anruhret Sap. 3. So iſt jhnen die zeit biß an den Juͤngſten tag / nicht lang / ſon⸗ dern nur ein kleine zeit / wie ein h 1
Druckschrift
Leichpredigt. Vber dem Tödtlichen Abgang, Weilandt des Edlen, Gestrengen vnd Ehrnvesten Hermans von der Malssburgk des Eltern seliger gedechtnus : Welcher den 9. Octobris dieses 97. Jahrs zu Odinghausen sanfft vnd Seliglich im Herrn entschlaffen, vnd folgends den 17. gedachtes Monats in der Kirchen zu Breuna Christlich zur Erden bestattet worden ist / Gehalten zu Odingkhausen, Durch Iohannem Brandis Dienern am Heiligen Wort Gottes zu Obern Elsingen, [Georgius Vietor]
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