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Leichpredigt. Vber dem Tödtlichen Abgang, Weilandt des Edlen, Gestrengen vnd Ehrnvesten Hermans von der Malssburgk des Eltern seliger gedechtnus : Welcher den 9. Octobris dieses 97. Jahrs zu Odinghausen sanfft vnd Seliglich im Herrn entschlaffen, vnd folgends den 17. gedachtes Monats in der Kirchen zu Breuna Christlich zur Erden bestattet worden ist / Gehalten zu Odingkhausen, Durch Iohannem Brandis Dienern am Heiligen Wort Gottes zu Obern Elsingen, [Georgius Vietor]
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oder Danckliede deß heiligen Propheten Eſaie darinnen er der Chriſtlichen Kirchen errettung ruͤhmet / vnd ſie wieder alle Truͤbſal troͤſiet / vnd dieſelben im Namen Gottes nacheinander / ein jedes beſonders / erkleren vnd abhandlen.

Der Erſte Theil.

Quiel nun betrifft / das erſie verleſenes Verßilein / welches im vorgenanten Cap.

das 19. iſi. Hat der Prophet vorhin im 14. Verß⸗ lein geſagt / von den Gottloſen / welche vmb deß willen / daß ſie ſich durch die Suͤnde vnnd Vn⸗ glauben von Gott ſgheiden / gleich wie durch den Natuͤrlichen Lodt / Leib vnd Seel ſich von ein⸗ ander ſcheiden / in der Schrifft / als Matth. s. Epheſ.. Apoc. 3. Todte geheiſſen werden: die Todten bleiben nicht leben / die Verſtorbene ſte⸗ hen nicht auff. Dem zuentgegen wendet er ſich nun in dieſem Verßlein zu Gott dem HErren / vnd ſpricht: Aber deine Todten werden leben / vnd mit dem Leichnam aufferſtehen. Als wol⸗ te der Prophet ſagen: Ob gleich bie Gottlo⸗ ſen vnd Vngleubigen / die in Suͤnden vnd Vn⸗ glauben ſterben / aufferſtehen: ſo haben ſie doch i kein