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Die Bedenckliche Todes-Fälle der Gerechten und Frommen, Auß Jes. LVII, 1. 2 . Aber der Gerechte kommt umb, und niemand ist der es zu Hertzen nehme, [et]c. : Bey sehr Volckreicher und ansehnlicher Leich-Begängnuß Deß Wol-Edlen, Großachtbar und Hochgelährten Herrn M. Joh. Vincentz Runckels, Deß Hoch-Fürstl. Paedagogii zu Giessen Wolverdienten Praeceptoris Classici, Als derselbe den 10. Febr. deß jetztlauffenden 1691.sten Jahrs in seinem Erlöser Jesu Christo sanfft und seelig entschlaffen, und folgenden Sonntags den 15. eiusd. in sein Ruhekäm[m]erlein gebracht worden / Einfältig vorgestellet, und auff Begehren zum Druck überlassen, Von Joh. Heinrich Mayen, der Heil Schrifft Doctore, deroselben, wie auch der Orientalischen Sprachen Professore Ord. und Predigern in Giessen ...
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4 pERSONALILA.

und viele Chriſtliche Geſpraͤch gefuͤhret/ auch von ſelbi⸗

gein vergangenen Montag nach vorhergegangener Pruͤf⸗

fung und Bekantnus ſeiner Suͤnde/ geiſtlichen Duͤrfftig⸗ keit das hochwuͤrdige H. Abendmahl auff ſein Chriſtliches Verlangen/ bey gutem geſund und erleuchtetem Verſtand/ als mit welchem Er in ſeiner gantzen Kranckheit biß in den

letzten Athein von Gott begabt geweſen/ und Hertz⸗inbruͤn⸗

ſtiger Andacht Ihm gereichet hat; Nach dieſem wurde der 1 Zuſtand noch viel ſchwächer/ biß endlich Gott ſeine theuere Seele den vergangenen Dienſtag Abends umb4 Uhrun⸗

ter dem andaͤchtigen Gebet oberwehnten Herru D. May/

und anderer umſtehenden Freunde und Chriſten/ ſanfft und ohne Verruͤckung entſchlaffen laſſen/ die Seele aber in ſeine H.. Hände genommen/ und in die ewige Erquickung einge⸗ fuhret hat/ ſeines Alters 3. Jahr 2. Wochen und 4. Tage.

1 Nun der treue Gott und Vatter im vimmel/ der die Wenſchen laͤſſet ſterben und ſpricht: Rommt wieder ihr Menſchen Rinder/ wolle den verblichenen Coͤrper/ der an⸗ jetzo in ſein Ruhe · Kaͤmmerlein geſetzet werden ſolle/ an ſe⸗ nem Tage mit der Seelen herrlich vereinigt wieder hervor und zu der ewigen Glorie gehen laſſen/ wie wir daran keines weges zu zweifflen haben. Erſehe auch mit gnaͤdigen Au⸗ gen an die hinterlaſſene betruͤbte Frau Wittwe/ arme Wuͤy⸗ ſelein und ůbrige Angehrige/ und ſeye ihr Vatter und Ver⸗ ſorger/ Schutz und Rath Er unterbaue ſie mit kraͤffti⸗ gem Troſt/ und mach ſie ſeines irdiſchen und himmliſchen Seegens theilhafftig. Uns aber insgeſam̃t lehre der Err daß wir ſterben můͤſſen/ auff daß wir klug werden/ Amen

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