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Rom. 1.
Pſ. 41.
Pl. 4. 9.
Applica-
tio.
Propoſ.
Pattit.
Chriſtliche machten die Rechnung/ weil die Gerechte durch ſo mancherley Pein und Marter hingerichtet wurden/ es wuͤrde der Leib ſamt der Seele zerknir⸗ ſchet/ zumalmet/ durchs Feuer verzehret/ daß wohl davon nichts uͤbrig bleiben weniger einmahl wiederumb zuſam̃en gebracht werden koͤnte/ ſo wenig als ein Topff der zuſchmiſſen und zuſchlagen wird/ wieder zuſam⸗ men gebracht werden kan. Das war das Urtheil/ die Meynung Ein⸗ bildung und Rechnung(ruhs) der Unverſtaͤndigen/ Unweiſen (cdw) Heyden von dem Todt der Gerechten. Woruͤber wir uns ſo ſehr nicht zu verwundern haben/ weil dieſe Leute nur nach der Per⸗ nunfft und aus dem aͤuſſerlichen urtheileten. Und gult hier Pauli Wort von ihnen: Da ſie ſich fur weiſe hieiten/ ſind ſie zu Narren worden · Aber daruͤber hat man Urſach ſich zu verwundern/ daß auch unter den Chriſten ſolche unverſtändige Leute gefunden werden/ die nicht viel beſſer von der Gottſeligen Todt urthellen/ halten derſelben Leben fur eine Raſeren/ wann ſie nicht mit der tollen Weltraſen/ und ſchreyen ihren Todt/ für eine goͤttliche Straffe aus/ wuͤnſchen ihnen anch und ſagen: Wann wird er ſterben und ſein Name vergehen? Da doch das Gedaͤchtnuß des Gerechten im Seegen bleibet. Dar⸗ umb hat man ſich an der gleichen Urtheil nicht zu kehren/ weil ſie aus Unverſtand herruͤhren/ falſch und erlogen ſind/ denen kein Chriſt⸗ verſtaͤndiger Menſch Glauben zuſtellen wird oder kan/ ſondern wi⸗ derſpricht ihnen mit dem weiſen Mann und ſagt? Aber ſie(Die Ge⸗ rechtenſind im Friede/ dem Leibe und der Seele nach. Sitſchlaf. fen und ruhen gantz mit Frieden/ denn der HRRhuffet ihnen/ daß ſie ſicher wohnen. Sie haben Frende die Fuͤlle. Ihre Seele iſt ge⸗ neſen/ und wird ewig getroͤſtet. Dis iſt ein wahres Urtheil/weiches wir aus dem goͤttlichen Wor fůllen lernen. Es hat Philo daſſelbe auch wie es ſcheinet/ aus unſern Tertes Worten gelernet/ da der hocherleuchte Prophet Jeſaias deutlich weiſet/ was man von dem Todt der Be⸗ rechten halten/ und wie man denſelben anſehen ſolle. Wir wollen uns dann von ihm unterrichten laſſen und lernen/ wie wir vom Lodtesfall der Gerechten urtheilen ſollen daß derſelbe ſeye:
I. Der boſen und gottloſen Welt ein ominoſer und be⸗ dencklicher/
II. Den Frommen und Gottſeligen aber ein herrlicher und recht ſeliger Fall.
Der


