Schau⸗Buhne · 2
und Weſen in der Weltrecht anſehen und betrach⸗ ten/ ſo moͤgen wir wohl ſagen/ daß wirauff dieſer. Welt als auff einem Theatra leben/ dawir hald eine redende bald ſtumme oden ſtille Perſon haben oder handeln/ bald ſind wir auff der Schau⸗ Buͤhne/ wann wir nemlich offentiich und augen⸗ ſcheinlich in unſerm Ampt und Beruffſtrhen/ bald gehen wir wiederum ab/ wannwir nemlich wiede⸗ rum davon auffhoͤren/ und dieſes treiben win ſo lang/ biß entweder die ragoœdia und das gantze Trauer⸗Spiel/ oder/ daß ich ſorede/ die Co- moœdia und das gantze Luſt⸗Spiel unſers itzi⸗ gen Lebens außiſi/ da wir dann zu denweltlichen iradiſchen Dingen ſagen: Valete& plaudite, Nungute Wacht gehabt euch wohl/ zu unſern guten Freunden aber/ mit denenwinum⸗ gangen/ Dolete& plangite, Laſſets euch ſchmerttzlich leyd ſeyn.
Zwey dergleichen Spiele/ ſo wohlein elendes inteutupro- truͤbſliges Trauer⸗Sprel dieſesjetigenLeo bens/ als ein freudiges Luſt· Spiel deß zu⸗ unt kunfftigen ewigen Lebens/ werdenuns auch in un⸗Comod. ſerm Teyt als auff einer Himmel⸗ſchoͤnen Schau⸗ Buͤhne/ weil er uns ja von oben herab gegeben/ wohlzu betrachten/ vorgeſtellet.
Was dastrubſůlige—
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