30 Glaubiger Chriſten
ren/ warten und hoffen/ ſie ſeyen geiſtlich oder leib⸗ lich/ allein in Gottes Haͤnden ſtehen/ und ſonſten nirgend her koͤnnen genommen werden/ ſo folget
für ſich ſelbſt/ daß wir auch allein deß HErren har⸗
ren und auff GOtt den HErren unſere Hoffnung
s. ſoll geſtellet ſeyn/ und das darum/ weil David keuio zum andernhinzu ſetzet/ daß er/ der Ern)iſt aeler t unſer uͤlffe und Schid. Eine zweyfache Urſach fuͤhret David/ die uns darzu vermoͤgen ſoll: pine e Dieeine/ weil Er iſt derglaubigen Seeien awio. Hulffe. Gott iſt die uhrſprungliche Huͤlffe und unerſchoͤpffliche Quelle aller Huͤlffe/ je mehrman
Huͤlffe bey ihme ſuchet/ je mehr Huͤlffe über glaubi⸗
ge harrende Seelen/ auß der huͤlffreiche uner⸗ ſchoͤpffliche lebendige Quelle/ wie er genannt
wird Jerem.⁊.v.tz. herfuͤr quillet/ kein Noht iſt ſo groß/ kein Anliegen und Anfechtungſo gefaͤhrlich
die Er nicht aͤndern und Hulffe leiſten koͤnne/ dañ
er iſt der Erꝛgroß von Raht undmaͤch⸗
tig von That/ Jerem ʒ⁊. v.1o. Darum will
David ſagen: Wowir unſere Seelen in der argen betrubten Welt hinwenden Huͤlffe und Troſt zu
ſuchen/ ſo finden wir auch bey denen keine Krafftzu helffen/ darauff doch die Welt ihr Vertrauen und
Zuverſicht ſetzet; Wann wir aber auff den HEr⸗
ren harren und in allen unſern Noͤhten und Anlie⸗ gen


