Wie die ruͤhmliche Triebe zu der Vollkommenheit ſtets wirkſam ſind/ wie alle Wiſſenſchaften durch die öftere Ausuͤbung ihre rechte Reife er⸗ langen und ihre nutzbare Schoͤnheit erſtlich verklaͤren: ſo beſuchte der Wohlſelige Herr Regierungsrath die Teutoniſche Aſträa zu Weslar, um Seine bereits ſchon erlangte Rechtsgelehrtheit durch eine fruchtbare Anwendung zu befeſtigen und die Gruͤndlichkeit Seiner Lehrſaͤtze, durch eine glůͤckliche Ausubung zubewaͤhren.
Doch, die edle Ruhmbegierde eines Tugendfreundes laͤſſt ſich ſo we⸗ nig in enge Graͤnzen einſchlieſen, ſo wenig als ſie ſich durch einen unthaͤ⸗ tigen Stilleſtand einſchlaͤfern läͤſt: Nein, ſein Weisheitseifer ahmt der natürlichen Bewegung der Welt nach, er ſteigt wie die Sonne durch die Grade der Vollkommenheiten taͤglich empor; Kein Pfad iſt ihm zu rauh, kein Land zu entlegen, Zeit und Muͤhe ſind ihm nicht zu koſtbar, die Schaͤtze der Weisheit und der Tugend, dieſen ewigen und uns ſo herrlich begluͤk⸗ kenden Reichthum auszuforſchen, aufzuſuchen und ſich zueignen; Der
genſi, Praeſide 7 0 H. VyIL HE LMO Waldſchmiedt, V. I. D. Profeſſor. Jju- ris et Philos. pract. ordinario, in Auditorio 1Ctorum addiem Tuli, MDCCXMI. publicae Eruditorum diſquiſitioni[ſubmittet, A. et R. 70 HANN. CAROLVS CR ANZ, Hanouienſis. Marburgi Cattorum, Typis, Philippi Caſimiri Mülleri. Acad. Typ.
Selbiges erfuͤlt Sechs und einen halben Bogen.
Dieſe Streitſchrift hat Lunig wegen ihrer Vortrefflichkeit ſeinem Telau ro Juris Comitum, auf der 764ten Seite u. f. einverleibet. Ja, der Herr Ranzler von Ludewig/ in Piffer. J. R. et G. de Dignitate Vxoris, pagina VII; Desgleichen, der wegen Seiner Verdienſte nie genug zu verehrende Merr Bam⸗ mer Gerichts⸗ Aſeſr. Zreiherr von Gudenus, in Cod. Diplam. Tom. I. pagina DCCl.Rvll. und BvRCaRb 6oTTRELF STRVVVö, in Bibliotheca juris lelecta, ex editione BVDERI, anno MDCCXXKXRKlII. p. 833. urtheilen ſehr vor⸗ theilhaſſt von den Wohlſeligen Herrn von Cranz, als dem Verfaſſer dieſer Staatsabhandlung.
Tantus amor laudum, tantae eſt victoria curae! vIR6I.IVS, Georgicorum libro III, vetſus CAII.


