Ach, wolte doch die ewige Vorſicht! daß auch ich nicht jetzo den ſo unſchatbaren Verluſt, den ploͤtzichen Abſchied eines Hanauiſchen Patri⸗ ors, eines Tugend⸗und Burgerfreundes, auf dieſer mir ſo heiſen Stel⸗ le beſeufzen muͤſſte! Verzeihen Sie mir Höchſtzuehrender Trauer— Umſtand, verzeihen Sie mir, wann ich hier klagen und auch meine Thränen, bey der Trauer des geruͤhrten Vaterlandes fluſen laſſen muß: Die dankbare Ehrfurcht, welche ein jeder Burger des Staats den Patri⸗ oten ſchuldig iſt, dieſe wird die Regungen meiner Wehmuth in De⸗ ro Augen rechtfertigen.
Woferne nicht ein ernſtlicher Befehl, welcher ſeinen Urſprung von der Uns allen bekannten und ſtets beſcheidnen Demuth des Patriots hat; woferne nicht die Furcht Dero Grosmuth zu miſſbrauchen, mei⸗ nen gegenwaͤrtigen Vortrag umgraͤnzten: ſo wuͤrde ich mich erkuͤhnen
De nenſelben die Hoheit des Patriots in Seinem Leben und Tode zu ſchil⸗
dern; Doch, mein Blick wurde ſich in dem weiten Umfange Seiner Ver— dienſte verirren, indem ſich ſolche ſchon durch ihre eigene Wuͤrdigkeit, ohne einen Lobredner, der Wahrheit unſter Zeiten und dem Ruhme der Nachwelt empfehlen. Ich werde daher, ſo wie die Erdbeſchreiber gro⸗ ſe Koͤnigreiche in dem Kleinen abreiſſen, auch nur einige Zuͤge von un⸗ ſerm Patriot entwerffen. Mögte doch die Wurdigkeit dieſes Gegen⸗ ſtandes, meine ungeuͤbte Beredſamkeit bey Dero Grosmuth vertreten!
Wir kommen jetzo von dem ſtillen Orte der Ruhe her, wo wir den verweslichen Reſt des Hochwohlgebornen Herrn, Herrn Jo⸗ hann Karl von Cranz/ Hochfuͤrſtlich⸗Heſſiſchen Regie⸗
rungs⸗


