jnd. 1. 74.
r. Cor. 70.71.
4 Chriſtliche geich⸗Predigt
3.INTROIFUS.
mBuch der Richter am 14. cap.leſen wir ein Raͤtzel/ welche Sim⸗
ſon ſeinen Geſellen aufgegebẽ /die jhm an ſeinen Hochzeitlichẽ Eh⸗
rentagen zugeordnet waren/ daß ſie im ſelten Beyſtand leiſten⸗ nemblich daß ergeſust babe· Rath was iſt das Speiſe gieng võ dem F̃reſſer/ vnnd Suſſigkeit von demStarcken. Auhieiſt wolkein Zweiffel/ es habe Simſon hiermit den Löwen gemeinet/ welchen er hatte ʒerꝛiſſen/ vnd darnach in demſelbigen Aaß Honig funden/ vnd da⸗ von geſſen: Aber doch iſt auch das vngezweiffelt wahr vñ gewiß/ daß damit etwzʒ weiters habe angedeutet werden ſollen; weil die alten Geſchichte vns zum Volbllde geſchehen ſeind/. Cor Wa aber das ſey/ werden vng die Wort ſelbſi geben/ wañ wir denſe ben re ht nachdencken·Lieber wer iſtder gröſte vnd aͤrgſte Freſſer auff der Welt? Iſts nicht der Todt⸗ Derfriſt vnd beiſt mit ſeinen greulichen Zůnen vmb ſich/ biß er einen nach dem an⸗ dern hinreiſt vnd verſchluckt/ er nimpt vnd friſt al Menſchen Kind/ wie er ſie find/ fragt nicht wes Standis oder Ehrenſie ſind.
Haben wir ſolches vielfraſſes nicht daein Exempel vor vnſern Au⸗ gen ſihen/ an den drey Hoch Graͤvelichen Leichen/ die er mit ſeinen grau⸗ ſamen Zaͤnenʒerriſſen vnd vmbgehawen. Nicht gnung war es dem vn⸗ freundſichen Todr/ eine ſtarcke Rath vnnd Betſeul/ einen Gottſeligen/ dapffern Helden von Sayn vnd Witgenſtein ꝛc. der durch Gottes Kraft viel herzliche Dinge gethan/ darnider zu legen: ſondern auch ein edel vnd herꝛlich Zweiglin von demſelben Helden entſproſſen/ das ſich ſchon
in dir blůhenden Jugend trefflich wol anließ/ daß auch Ihro Churfürſt⸗
liche Durchleuchtigkeit zu Brandenburg ſelbſt davon gute Sperant ond Hoffnung geſchopffet/ dabey zu legen: Vber das wuſte er auch noch einen arefflichen Sckpfoſten/ eine gewaltige Betſeul/ einen rechten Tugend⸗ Spiegel/ einekraͤfftige Vorbitterin/ in dem Fuͤrſtlichen Hauß Dillen⸗ berg/ gar geheim in jhrem Zimmer ſiten/ jhrem Bebet vnd Gottesdienſt Tag vnnd Racht fleiſſig vnnd andächtig abwartende/ als nemblich/ die weiland Hoch⸗vnd Wolgeborne Graͤvin vnd Fraͤw⸗
ein/ Fraͤwlein Prich Graͤvin vnnd Fraͤwlein zu Sayn vnd Wienſten/ rawlenzuHomburg/ Vallu⸗ ar
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