14 Dn. Ioach. Mynſing. Iuriſconſ Germani
fectum ſubſtantialium koͤndte vmbgeſtoſſen⸗
verworffen vnd vernichtiget werden/ Iſt kuͤrtz⸗
lich zu ſchlieſſen/ Oieweil Fraw E. weder Kin⸗ der/ ſo von jhrem Leibe geboren/ noch Eltern/
nach ſich gelaſſen/ ſondern iſt ohn Erben auff
vnd niederſteigender Linten verſchieden/ So hat ſie nicht allein nach gemeinen Keyſerlichẽ/ Sondern auch nach vblichen Landleufftigen Saͤchſiſchen Rechten erwehnte Summa gel⸗
des auff hochgedachten Fuͤrſten zu A. als jhren vollbuͤrtigen Herrn Bruder allein ab inte-„3625 en zu N a Hoch ſtato gefellet/ vnd jhr Gemahl Graff W. wird dachtem Fuͤrſt n zu A. als dem Bruder vnnd
dauon gantz vnd gar ausgeſchloſſen.
Dann ſo viel das Keyſer Recht betrifft/ res
eſt clariſſima, nulla indigens dubitatione,
quia de iure ciuili † in linea eollaterali frater eſt in proximo& fecundo gradu§./e- cundo gradu. Iuſt. degrad.& l. Ictus G. ſecundo
gradu. De gradibus. Ex quo apparet, Dn. Prin⸗
cipem A. fundatam habere intentionem, vt ipſe tanquam proximus hieres D. E. ad- mittatur, excluſo Dn. Comite W. tan- 2 quam marito, qui ad hanc † ſucceſſionem vxoris ſuæ nullatenus admittitur, quam- diu exſtãt agnati vel cognati, vt clare proba- tur perl.t. ſvνnde vir& vvor.l. I. Cod. vbi Im- 3 peratores aiunt, Maritum feo uorem abin⸗ t eſtato ſibi in ſolidum pro antiquo iure ſuccedere, quoties deficit omnis parentum liberorumue ſeu propinquorum legitima, Vel naturalis fucceſßio.
Gleicher geſtalt hat auch Wolgedachte fraw E. nach Sachſen Recht(darunter ſich dann dieſer Fall begeben vnd zugetragen) beruͤhrte 6)000. Thaler iure ſuccelsionis auff den Fuͤrſten von A. als jhren Herrn Bruder transferirt, Sintemal klares Saͤchſiſchen Rechtens/ daß wann ein Weib zu jhrer ab⸗ fuͤndung Erbgeld auffzunehmen hat/ ſo ſol daſ⸗ ſelbige vnuertagte Geld/ wo es anders auß dn⸗ beweglichen Guͤtern bezahlt wird/ vnnd noch
darinnen ſtehen hat/ als ein vnbeweglich Gut/ auff deß verſtorbenen Weibs nechſten Bluts⸗
erben fallen vnd kommen/ text&rgloſ in Landr.
lib.3. art. 7.ͥ inſin. Vnd alſo iſt auch dißfals in Schoͤpfenſtuͤlen vnnd Hofſgerichten der Her⸗ togen zu Sachſen zwiſchen den Parteyen ſo den Saͤchſiſchen Rechten vnterworſſen/ vnnd ſich deſſen gebrauchen(wie dan auch dieſe bei⸗ de Herrn/ A. vnd B. darunter begrifſen) nu⸗ mehr lange zeit geſprochen vnd erkant worden/ Vndè etiam Auguſtus Elector, cum de hoc iure admonitus eſſet, non dubitauit in no-
uis ſuis conſtitutionibus illud repetere&
confirmare, vt apparet exz. parte, conſtit. 121.
Vnnd hieher diener auch die Claulul deß
Widerfals halben in vberſchicktem Reuetß 9 ſetzt. ibi. Was aber den Widerfall anlanget/
daß es damtt nach verordnung der Rechten
ſolle gehalten werden.
Thaler Erbgeld ſeind Dann ſie von wegen anforderung etlicher Erbſchafften der Graͤffin hetten ſollen gegeben werden) vnd aber dieſel⸗ beu bey jhrem Leben nicht fellig/ ſondern nach vnvertaget geweſen/ So folget daß ſie hochge⸗
Dieeweil dann die nachſtendige 6z00G,
BVlutserben/ nicht aber jhrem Gemahl Graff W. ex ſucceſsione ab inteſtato nach beſage oben angezogen Sachſen Rechten zuſtendig.
Darauß dann gnugſam erſcheinet/ daß b
S. F. G. dieſelbigen vtroque iure, tam cin",
li quam † Saxonico per legitimam& com.
nem hereditatis rechtlich fordern koͤndte„ xta l. ſeruo legato. Soſi teſtatur. De legat.&1aei. commiſſarius G. interdum. De leg.3.! legitimam.
De petit. hered.l. mater deced. De inoff ichl. he⸗
reditas C. depetit. hered.& no. glofL. fin verh. præcej. C. de codicil. Hat nun hochgedachtet Fuͤrſt dißfals legitimam actionem, quapo.
teſt petere illam pecuniæ ſummam iure ad ſe pertinentem, ab eo, qui pro herede poſ ſidet, ſibi reſtitui, iuxtal. licet minimam. fraud
Bart. in l. 1. 6. quorum bono. Wieviel mehrha⸗
ben S. J. G. ſolches per viam exceptio- nis fuͤrzuwenden/ vnd ſich damit wider diean⸗ forderung offterwehnter c⸗ooo. Talerzu ſchuͤ⸗ tzen ui enim datur actio, ei † multo ma⸗ gis exceptionem competere, dicendum
eſt; vulgatali I. de ſuperfic cum imilibus. Et hec
quidem quoad primam quæſtionem.
Andere Frage.
Auff den andern Fall zu kommen/ dodas Teſtament in ſeinen weſentlichen ſtuͤcken vnd
ſolemniratibus fraͤfftig/ iſt zu erwegen/ Ob dann der Fuͤtſt von A. ſchuͤldig ſey/ Grafſen
W. von B. als inſtituirren Erben die reſui⸗ rend 65000. Thaler in dem gegewertigẽ Leip tziger Oſtetmarckt zu bezahlen? Aufſſolchen
vorgebrachten Fall iſt meines erachtens diß die rechte meinung/ daß S. F. G. von wegen des zeitlichen abſterbens Wolgedachter FrawE. nicht pflichtig ſey/ die beruͤhrte 6)000. Thalct Graff W. zu erlegen oder reiehen zu laſſen/ Darumb kan auch Graff W. numeht de⸗ rowegen keine erhebliche rechtmeſſige Kla⸗
ge wieder S. F. G. intentiren vnnd an⸗
8. 2 1.. 4 3 Damit 4..


