Jahrgang 
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Montag, 4. November 1940 /Nummer 306

Der Abend des erſten Feſttages der Univer⸗ ſität brachte eine Kundgebung mit Par⸗ tei und Wehrmacht in der Univerſitätsaula mit der bedeutſamen Rede des Leiters des Hauptſchulungsamtes der NSDAP, Pg. Schmidt.

Vortrag Hauptbefehlsleiter Pg. Schmidt Am Samstag fand im Rahmen der Univer⸗ ſitätswoche in der Aula eine Kundgebung der Univerſität, Partei und Wehrmacht ſtatt, an der Vertreter der Wehrmacht, Profeſſoren, zahlreiche Politiſche Leiter und die Jugend teilnahmen. Der Kundgebung wohnten auch Kreisleiter Backhaus und Kreisobmann der DAF, Katzenmeier bei. Der Rektor der Univer⸗ ſität, Profeſſor Dr. Kranz. eröffnete die Kundgebung, der die Kreiskapelle unter der Leitung von Muſikmeiſter Schleufe eine würdige Umrahmung gab. Der Leiter des Hauptſchulungsamtes der NSDAP, Hauptbefehlsleiter Pg. H5nd ſprach dann über das ThemaDie national⸗ ſozialiſtiſche Weltanſchauung ſchafft eine neue europäiſche Ordnung. Seine Ausführungen waren für die Zuhörer ein Erlebnis, weil ſie Klarheiten über viele Dinge brachten. In einer roßen Linie zeigte der Redner die Voraus⸗ ſetzungen und Kräfte auf., die den geiſtig⸗ſeeliſch⸗ weltanſchaulichen Nährboden der revolutionären Idee des Nationalſozialismus abgaben. Am Ende des Weltkrieges, der das Chaos noch ver⸗ mehrte, trat der unbekbannte Soldat des Welt⸗ krieges, Adolf Hitler, Clemenceau, dem Manifeſtanten des 19. Jahrhunderts, gegen⸗ über. Der Führer hatte an der Front die Cha⸗ rakterwerte des deutſchen Soldatentums erlebt, und aus dieſem Erlebnis wuchs ihm der Wille zum Proteſt. Bei dieſem Proteſt wuchſen ihm die Erkenntniſſe neuer Geſetze, und ſo ging ſeine revolutionäre Idee von dem Erlebnis des großen Krieges, als der Wiedergeburt germa⸗ niſch⸗deutſcher Charakterwerte und von dem Auswerten der Fehlkonſtruktion der Weimari⸗ ſchen Republik aus. Seine neue Idee baſierte auf der Erkenntnis des Blutes und der Raſſe und ſomit auf dem Volke. Sie wurde der größte Proteſt der Welt überhaupt und wuchs als poli⸗ tiſche Oppoſition zu einer politiſchen Macht. Ihr ſtehen als weltanſchauliche Geg⸗ ner die univerſelle Kirche und die marxiſtiſch⸗ liberaliſtiſche Ideologie gegenüber deren ge⸗ ſchichtliche Wirkſamkeit der Redner in anſchau⸗ licher Weiſe kennzeichnete. Während die Zu⸗ gehörigkeit zu den Ideologien der Gegner von einem Willensentſcheid abhängig iſt, iſt bei der revolutionären Idee des Nationalſozialismus die Zugehörigkeit zum Volke nicht in die Ent⸗ ſcheidung des einzelnen gelegt, ſondern durch eine höhere Ordnung, durch allgemein gültige Geſetze beſtimmt, die eine Darſtellung der ewig gültigen und göttlichen Schöpfung ſind. Jeden Verſuch eines einzelnen, ſich über dieſe Geſetze hinwegzuſetzen, ſtraft die Natur mit dem Tode der Sippe.

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