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Geschichte von Gießen und der Umgegend von der ältesten Zeit bis zum Jahre 1265 : auf Grund der Materialsammlung des Localvereins für die Geschichte von Gießen zsgest. / von Dr. F. Kraft, Hofgerichts-Präsident
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Sanct Johann, welches noch das benachbarte Ettingshauſen und das Gericht Grünberg mit Lindenſtruth, Harbach und Reinhardshain umfaßte, ſondern wie Buſeck zum Archidiaconat Sanct Stephan gehörte, wiewohl die Kirchen zu Rödgen und Albach auch zum Decanat Wetzlar und Erzbisthum Trier angeſprochen(ſ.§. 11) und wahrſcheinlich auch wenigſtens letzteres unter deſſen geiſtliche Jurisdiction zeitweiſe gezogen waren,*³) und da es ſonach weder dem eigentlichen Oberlahn⸗ gau reſp. Heſſen, noch dem Gebiet der Münzenberger zuzu⸗ rechnen iſt, ſo iſt ſchon darum ſein Anſchluß an den Mittel⸗ lahngau zu vermuthen. Beſtätigt wird dies durch das nahe Verhältniß der Ritter von Hattenrod zu dem Gleiberger Haus und der Stadt Gießen, ferner durch die Aehnlichkeit des Wappens der von Albach, die ſie zur Gleiberger Ritterſchaft verweiſt, ſodann durch die Verwandtſchaft und Verbindung der Familie von Burkhardsfelden mit den von Buſeck, deren Eigen⸗ ſchaft als älteſten Vaſallen des Gleiberger Grafenhanſes feſt⸗ ſteht. Nimmt man dazu, daß die von Nordeck zur Rabenau in ganz alter Zeit ſchon die Patrone der Decanatskirche zu Winnerod und Zehntherrn daſelbſt ſind und daß auch die Ge⸗ richtsbarkeit, welche ſpäter der Familie von Windhauſen mit dem Gut daſelbſt zuſtand, nicht unwahrſcheinlich von ihnen an dieſe übergegangen iſt, ſo ſind es der Spuren ziemlich viel, welche auf die Pertinenzeigenſchaft dieſer Decanatsorte zur

⁵⁸) Im Jahr 1285 verklagte Dietrich von Fronebach und Ingebrand, ſein Schweſtermann, die Schweſtern Gertrud und Cyſa, Beguinen von Albach, bei dem geiſtlichen Gericht des Decanats Wetzlar wegen ſ½6 Manſus zu Lich(§. 26, Nr. 20); der Archipresbyter hielt Ge⸗ richt mit vier Geiſtlichen des Sprengels, den Pfarrern Rudolph von Hochelheim(Habichenheim), Conrad von Altenkirchen, Hermann von Leun und Syfrid von Albach, in dem er die Klage abwies und die Güter den Schweſtern von Albach zuſprach. Nicht blos die Competenz des Decanatsgerichts über die geiſtlichen Schweſtern von Albach, ſon⸗ dern die Zuziehung des dortigen Pfarrers zu demſelben beſtätigen die Zugehörigkeit von Albach zum Decanat Wetzlar in jener Zeit.(Baur, heſſ. Urk.⸗B. Bd. 5, Nr. 129.)

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