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lage einer Concurrenz der heſſiſchen Gerechtſame, welche mit der Zeit zu einer Trennung von dem Londorfer Gericht führte.
Aehnlich wie das der Centen der Comitia Rucheslo war das Verhältniß des Gerichts Buſecker⸗Thal. Nach dem Obigen(§. 15) gehörte es wahrſcheinlich zu der Grafſchaft Kleberg als ein ihr zugefallener Antheil der alten Gleiberger Gaugrafſchaft. Eine Beſtätigung findet dieſe Vermuthung da⸗ durch, daß die Erben der Grafen von Kleberg, die Grafen von Iſenburg⸗Büdingen, ſpäter immer noch im Beſitz von wichtigen Rechten und Nutzungen im Buſecker Thal waren, die ſie an verſchiedene Familien verliehen hatten. So trugen die Herrn von Trohe das Patronat und den Zehnten zu Buſeck, die Herrn von Schenck zu Schweinsberg und die von Merlau den Zehnten zu Beuern, die von Buſeck gen. Brand Zehnten zu Großenbuſeck, Reiskirchen, Burkhardsfelden, zu Romsdorf(bei Trohe) und Gefälle auf dem neuen Weg zu Gießen, die von Schwalbach Wieſen bei Trohe von ihnen zu Lehn.**) Dies hinderte jedoch nicht, wie wir bereits(§. 25) geſehen haben, daß die in dieſem Landestheil anſäſſigen, mit Gerichtsbarkeit ausgeſtatteten Adlichen von Buſeck und von Trohe fortwährend Miniſterialen der Grafen von Gleiberg und Pfalzgrafen von Tübingen und Herrn von Gießen blieben. Die landeshoheitlichen, urſprünglich oberlahngauiſchen Grafen⸗ rechte ſprachen aber die Landgrafen von Heſſen an, weil das Buſecker Thal in den Oberlahngau gehörte und übten ſie auch aus, wie wir aus dem Eingreifen Landgraf Hermanns in die Rechte der Herrn und der Mitwirkung Landgraf Kon⸗ rads zu Veräußerungen der Familie von Buſeck an die todte Hand, welche landesherrliche Zuſtimmung erforderte(ſ.§. 19 oben), entnehmen. Wahrſcheinlich waren die Grafen von Tü⸗ bingen in ähnlicher Weiſe, wie die von Kleberg im Gericht
⁵5⁴) Simon, Geſchichte von Iſenburg⸗Büdingen, Th. 1, S. 250, 254, 256. Wagner, Wüſtungen, Oberheſſen, S. 205.


