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den Hamm ſich bis an den Seltersberg erſtreckend, dämmten dieſe höheren Anſchwemmungen die Waſſer der Wieſeck zurück, wodurch von der Grenze des Buſeckerthals und vom Stadt⸗ und Herrnwald her ein großer Sumpf entſtehen mußte, der ſich in den Wieſen des Wieſengrundes und in den Bruch⸗ wieſen noch jetzt durch ſeinen ſchwarzen, torfhaltigen oder von vermoderten Pflanzenreſten durchdrungenen Boden erken⸗ nen läßt. Zunächſt am Rodberg erſtreckte ſich derſelbe über die Marburger Straße hinaus bis in die Nähe der Lahn am Sand und bei der ſchwarzen Lache. Weiter entfernt vom Rod⸗ berg breiteten ſich dieſe Anſchwemmungen mehr öſtlich in den Moorgrund des Wieſeckthals aus, während ſie näher der Mündung der Wieſeck von dem ſtärkeren Zug derſelben leichter mitgenommen werden konnten. Durch die aus dem Moor entſtandenen ſumpfigen Wieſen floß die Wieſeck zwiſchen der jetzigen Burg⸗ und Stadtwieſe, über die Gänsäcker und den botaniſchen Garten nach der alten Kanzlei, von da dem inne⸗ ren Stadtgraben nach zwiſchen den neuen Bäuen und der Ringmauer, durch die Sonne, über das Kreuz nach der Mühl⸗ gaſſe und von da nach dem Seltersberg und berührte von der Kanzlei an die höhere Fläche der Lahnalluvionen, ſie von den ſumpfigen Wieſen ſcheidend.
Wiewöhl dieſe Stelle, auf welcher Burg und Altſtadt Gießen entſtanden, etwas höher gelegen war, als die Wieſeck⸗ Niederung(die Fläche der alten Stadt innerhalb der ehe⸗ maligen Ringmauer liegt gegen 8 Fuß höher als ihre Um⸗ gebung ¹), ſo war doch auch ſie allen, ſich jährlich öfter
⁴) Es bleibt allerdings zweifelhaft, ob die Erhöhung, die von der durch die Ringmauer bezeichneten alten Stadt eingenommen wird, eine künſtliche iſt, theilweiſe hat ſich auch der Boden der Stadt im Lauf der Jahrhunderte gehoben; indeß liegt das Gebiet der Lahn⸗ alluvion überhaupt höher als die Wieſen des Wieſeckthals, wie an den Grenzen des Ackerlands und der Wieſen z. B. zwiſchen der Marburger Chauſſee und ſchwarzen Lach und ſonſten zu ſehen iſt,


