. 2. Und die Wirtin lacht und spricht: In der Linde gibt es nicht Kreid und Kerbholz leider; hast Du keinen Heller mehr, gib zum Pfand Dein
Ränzel her, aber trinke weiter!
3. Tauscht der Bursch sein Ränzel ein gegen einen Krug voll Wein, tät zum Gehn sich wenden. Spricht die Wirtin:„Junges Blut, hast ja Mantel, Stab und Hut; trink und lass Dich pfänden!“
4. Da vertrank der Wanderknab Mantel, Hut und Wanderstab, sprach betrübt:„Ich scheide. Fahre wohl, Du kühler Trank, Lindenwirtin, jung und schlank, schönste Augenweide!“
5. Spricht zu ihm das schöne Weib:„Hast
ja noch ein Herz im Leib, lass es mir zum Pfande!“ Was geschah, ich tu's euch kund: Auf der Wirtin roten Mund heiss ein andrer brannte.
Hoſ- u. Univ.-Druckerei(O. Kindt) Giessen.
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