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5. Allein das rechte Burschenherz kann nim- mermehr erkalten; im Ernste wird, wie hier im Scherz, der rechte Sinn stets walten; die alte Schale nur ist fern, geblieben ist uns doch der Kern, und den lasst fest uns halten.
6. Drum, Freunde, reichet euch die Hand, damit es sich erneue, der alten Freundschaft heil- ges Band, das alte Band der Treue. Klingt an und hebt die Gläser hoch, die alten Burschen leben noch, noch lebt die alte Treue!
Rede auf die Frauen.
VIII.
1. Wenn wir durch die Strassen ziehen, recht wie Bursch im Saus und Braus, schauen Augen, blau und graue, schwarz und braun aus manchem Haus; und ich lass die Blicke schweifen durch die Fenster hin und her, fast als wollt ich eine suchen, die mir die Allerliebste wär.
2. Und doch weiss ich, dass die Eine wohnt viel Meilen weit von mir, und doch kann ichs Schau'n nicht lassen nach den schmucken Jungfern hier. Liebchen, woll Dich nicht betrüben, wenn Dir eins die Kunde bringt, und dass Dichs nicht überrasche, dieses Lied der Wandrer singt.
3. Liebchen, nicht um Goldeslohne hör' ich auf, Dir treu zu sein, nicht um eine Königskrone; ewig, ewig bleib ich Dein! Doch das Schaun nach hübschen Mädchen, die so freundlich nach mir sehn, nach den Braunen, nach den Blonden wirst Du mir doch zugestehn!
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