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daß uns nichts mehr leid thun wuͤrde, als Spuren dieſer Barbarey auf unſrer Uni⸗ verſitaͤt zu behalten, und dieſe Geſetze zie⸗ len ausdruͤcklich dahin ab, ſie ganz zu un⸗ terdruͤcken. Eben ſo ernſtlich aber arbeiten ſie zwey andern modiſchen Fehlern unſers Jahrhunderts entgegen, jener Weichlichkeit, welche, ſie mag ſich unter dem Ramen der
Petitmaiterey oder der Empfindſamkeit verber⸗
gen, alle Nerven der Thaͤtigkeit ſchlaff macht,
und jener Ungeſchliffenheit und Rohheit, wel⸗ che bey vielen die Stelle altteutſcher Redlichkeit vertreten ſoll. Gefaͤllig und menſchenfreund⸗ lich, artig und geſittet, ungezwungen und ohne Falſch, werdet Ihr Euch den Zutritt in anſtaͤn⸗
dige Geſellſchaften verſchaffen, von Buͤrgern geehrt,


