Leute durchaus in keinem Dienſte nicht veh angenommen noch paſliret,
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jenes als dieſes bey ZWey Albus Strafe. Sollte ſich auch einer oder anderer, ohne daß er wegen Kranckheit, oder anderer erheblichen Urſa⸗ chen behindert wuͤrde, ſich eigenwillig davon eximiren, oder auch ſich vor dem ordentlichen Einmarche abſentiren, derſelbe ſoll in beyden Faͤllen in
Funfzehen Albus Strafe verfallen ſeyn; Wie dann auch keiner, wer der auch ſeye, darvon diſpenſiret werden ſoll. Sollte aber einer oder der andere, wegen Kranckheit oder anderer erheblichen Behinderungen ſo er beydes noch vor dem Ausgange hinlänglich zu erweiſen hat/ dilpenfiret werden muͤſſen, ſo ſoll er, nach erwieſener Kranckheit, nichts doweniger das gewohnliche Schießgeld wegen anderer erheblichen Behinderungen aber, incluſivè des Schießgeldes, Drey Albus vor ſolche Erlaubniß ſogleich erlegen, der Capitain hingegen keinen/ ohne erwieſene hinlaͤngliche Urſach, davon diſpenſiren, oder da er deſſen uͤberfuͤhret werden koͤnnte, wegen eines jeden illegalen Beurlaubung ſelbſten Zwey Gulden zur Strafe erlegen.
7. Im Marche ſoll zu aller Zeit ein jeglicher in der Ordnung ſeines Zuges verbleiben, und davon nicht abgehen/ bis die Fahnen wieder gelie⸗ fert und die Compagnie oder Mannſchafft abgedancket worden; Wor⸗ bey durchaus kein Geplauder noch Gelaͤchter, noch weniger unordentlich Schieſſen, Tumult, Zanck, Schlaͤgerey Fluchen und Schweren gedultet, ſondern denen von Uns der Burgerſchafft vorgeſetzten Otficiers von denen Unterthanen gehoͤrige barition, abſonderlich, wann dieſe von jenen zum ſtillꝛſeyn, und daß ein jeder Reihen und Glieder in gehoͤriger Diſtance halten ſolle, angemahnet werden. Daferne aber gleichwohl ein oder der andere, ſo wohl Unter⸗Officier als Gemeiner, auf ſolche oder auch andere Weiſe unter dem Gewehr ſich vergehen, und ungebührlich, entweder ge⸗ gen die Ober⸗und Unter⸗Officiers, verhalten ſollte, iſt derſelbe ſogleich in Arreſt zu nehmen, Unſern Beamten das Verbrechen anzuzeigen, und von deieneäben, der Gebuͤhr nach, andern zum Exempel, empfindlich zu be⸗ ſtrafen.
8. Ein jeder, der zur Wacht/ entweder bey Gefangene, zu dem Marck⸗ te, oder auch ſonſthin commandiret, und ſeiner Verhinderniß halben ſol⸗ che Wacht ſelbſt zu thun abgehalten wird/ ſoll dem Corporal nicht zumu⸗ then noch auch dieſer es bey Ein Gulden Strafe zuthun uͤbernehmen, einen Mann an ſeinen Platz einzuſtellen, ſondern ein jeglicher ſoll ſich ſelbſt einen andern tuͤchtigen Mann von der Compagnie oder Burger⸗ ſchafft, mit nichten aber, wie bisher oͤfters geſchehen, ſolche liederliche, uͤbel montirte alte, unvermogende, oder hinckende Leute, auch wohl gar
Buben dem Dienſt zum Nachtheil, und der Burgerſchaft zum Schimpf⸗ beſtellen, welche, ſonderlich auf denen Mäͤrckten, die Wachten umſonſt thun, hingegen aber allerley inſolentien anfangen, und, da ſie unter kei⸗
ner Compagnie ſtehen, auch keine Parition leiſten wollen; Welcherley
ſon⸗


