2. Gott Vater! dir zum Ruhm flammt deutsches Ritter- tum in uns aufs neu; neu wird das alte Band, wachsend wie Feuersbrand: Oott, Freiheit, Vaterland, altdeutsche Treu!
3. Einfach und gläubig sei, kräftig und keusch und frei Hermanns Geschlecht! Zwingherrnmacht, Knechtewitz malmt Gottes Racheblitz— euch sei der Königssitz Freiheit und Recht!
4. Freiheit! in uns erwacht ist deine Geistermacht, dein Reich genaht. Glühend nach Wissenschaft, blühend in Ritter- kraft, sei deutsche Burschenschaft ein Bruderstaat.
5. Sause, du Freiheitssang! brause, wie Donnerklang aus Wolkenbrust! Ein Herz, ein Leben ganz stehn wir, ein Sternenkranz, um einer Sonne Glanz, voll Himmelslust.
K. Follen. 1817
8. Ehre, Freiheit, Vaterland.
Hans Treidler
1. Schwört's bei dieser blanken Wehre, schwört's ihr Brüder allzumal: Fleckenrein sei uns're Ehre, wie ein Schild von lichtem Stahl! Was wir schwören sei gehalten treulich bis zur letzten Ruh!:; Hört'’ ihr Jungen, hört's ihr Alten, Gott im Himmel hör's auch Du!:;
„Freiheit, duft'ge Himmelsblume, Morgenstern nach denr Nacht! Treu vor deinem Heiligtume steh'n wir alle auf der Wachi. Was erstritten uns're Ahnen, halten wir in starker Hut. schreibt auf eure Fahnen, für die Freiheit unser Blut.:
3. Deutsches Land, du Land der Ehre, stolze Braut mit freier Stirn! Deinen Fuss benetzen Meere, deinen Scheitel krönt der Firn. Lass um deine Huld uns werben, schirmen dich mit uns'rer Hand.:; Dein im Leben, dein im Sterben, ruhmgekröntes Vaterland.::
4. Schwenkt der Schläger blanke Klingen, hebt die Becher, stosset an! Unser Streben, unser Ringen, aller Welt sei's kund gethan. Lasst das Burschenbanner wallen, haltet's hoch mit starker Hand.* Brausend lasst den Ruf er- schallen: Freiheit, Ehre, Vaterland!:;: Rud. Baumbach


