2. Rückblick.
1. O alte Burschenherrlichkeit, wohin bist du ver-— schwunden? Nie kehrst du wieder, goldne Zeit, so froh, so ungebunden! Vergebens spähe ich umher, ich finde deine Spur nicht mehr. O jerum, jerum, jerum! o quae mutatio rerum!
2. Den Burschenhut bedeckt der Staub, es sank der Flaus in Trümmer, der Schläger ward des Rostes Raub, verblichen ist sein Schimmer, verklungen der Kommersgesang, verhallt Rapier- und Sporenklang. O jerum, jerum etc.
3. Wo sind sie, die vom breiten Stein nicht wankten und nicht wichen, die ohne Moos bei Scherz und Wein den Herr'n der Erde glichen? Sie zogen mit gesenktem Blick in das Philisterland zurück.
4. Da schreibt mit finsterm Amtsgesicht der Eine Re- lationen, der And're seufzt beim Unterricht, und der macht Recensionen, der schilt die sünd'ge Seele aus, und der flickt ihr verfall'nes Haus.
5. Allein das rechte Burschenherz kann nimmermehr erkalten; im Ernste wird, wie hier im Scherz, der rechte Sinn stets walten; die alte Schale nur ist fern, geblieben ist uns doch der Kern, und den lasst fest uns halten!
6. Drum, Freunde! reichet euch die Hand, damit es sich erneue der alten Freundschaft heil'ges Band, das alte Band der Treue. Klingt an und hebt die Gläser hoch, die alten Burschen leben noch, noch lebt die alte Treue!
Eug. Höfling. 1825
3. Stosst an!
1. Stosst an! Giessen soll leben! Hurrah hoch! Die Philister sind uns gewogen meist, sie ahnen im Burschen, was Freiheit heisst.: Frei, frei, frei ist der Bursch!:;


