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6. Rückt dichter in der heil'gen Runde, und klingt den tzten Jubelklang! Von Herz zu Herz, von Mund zu 1
T 1 Teufel raubt, und kein Tyrannentrug uns kür⸗ zet, das ſei gehalten und geglaubt!
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ſunde erbrauſe freudig der Geſang! Das Wort das
unſern Bund geſchürzet, das Heil, das uns kein
Begrüßungsrede.
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Alemannia's hehrem Rufe folgten wir, und freudig ſteht die kräft'ge Männerreihe geſchaaret um ihr heiliges Panier, aus heit'rer Bruſt entquillt das Lied der Weihe; wir ſingen nicht von Reichthum, eitler Pracht, dem Vater⸗ lande tönen unſre Lieder, ꝛ: der Väter Tugend huld'gen ſtets wir, traute Brüder, ſie gründet unſers Bundes Ruhm und Macht.::
2. Die deutſche Treu' erkoren wir als Hort, der Ahnen Sitte woll'n wir immer leben, als Freunde wahr und treu dem Manneswort, ſo woll'n das Glück hienieden wir er⸗ ſtreben! Und wenn des Schickſals Stürme toſend weh'n, wir werden in der Brandung nicht zerſchellen, zum ſchwer⸗ ſten Ringen wird uns ſtets die Treue ſtählen, und ſiegreich wir trotz Trug und Liſt beſtehn!
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3. Die Ehre wahren wir als höchſtes Gut, iſt mühſam gleich ihr enger Pfad zu wandeln, das Recht gedeiht nur in ihrer Hut, drum leite ſie allein der Brüder Handeln! Wir bitten ſie um Perlen nicht, um Geld, und drücket uns auch bitt'res Elend nieder, dem Recht, der Ehr' und Treue ſchallen unſre Lieder: des Laſters Hohn ſei unſers Strebens Sold.
4. Gegrüßt ſeid theure Farben blau⸗roth⸗gold! erkor'nes Banner echter deutſcher Sitte, o möchtet ihr auf ewig freu⸗ dig blüh'n, zum Sternenzelt entſenden wir die Bitte. Laßt kreiſen nun den ſchäumenden Pokal in trauter Runde, meine theuren Brüder, uns ruft der Luſt und Freude holde Göttin wieder: ſie herrſche bei dem hehren Bundesmahl.


