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Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutſche Vaterland, danach laßt uns alle ſtreben brüderlich mit Herz und Hand! Einigkeit und Recht und Freiheit ſind des Glückes Unterpfand— blüh' im Glanze dieſes Glückes, blühe, deutſches Vaterland!
VI.
Dort, wo der Rhein mit ſeinen grünen Wellen ſo mancher Burg bemooſte Trümmer grüßt, dort wo die edlen Trauben ſaft'ger ſchwellen und kühler Moſt des Winzers Müh' verſüßt, dort möcht' ich ſein, dort möcht' ich ſein, bei dir, du Vater Rhein, an deinen Ufern möcht' ich ſein.
Ach, könnt ich dort im leichten Nachen ſchaukeln und hörte dann ein frohes Winzerlied, viel ſchön're Träume würden mich umgaukeln, als ferne ſie der Sehnſucht Auge ſieht.: Dort möcht' ich ſein:,: wo deine Welle rauſcht, wo's Echo hinterm Felſen lauſcht.
Dort wo der grauen Vorzeit ſchöne Lügen ſich freundlich drängen um die Phantaſie und Wirklichkeit zum Märchen⸗ zauber fügen, dort iſt das Land der ſchönen Poeſie.;,Dort möcht' ich ſein:,: bei dir, du Vater Rhein, wo Sagen ſich an Sagen reihn.
Wo Burg und Klöſter ſich aus Nebel heben, und jedes bringt die alten Wunder mit; den kräft'gen Ritter ſeh' ich wieder leben, er ſucht das Schwert, mit dem er oftmals ſtritt. Dort möcht' ich ſein:,: wo Burgen auf den Höhn wie alte Leichenſteine ſtehn.
Ja dorthin will ich meinen Schritt beflügeln, wohin mich jetzt nur meine Sehnſucht träumt, will freudig eilen zu den Rebenhügeln, wo die Begeiſtrung aus Pokalen ſchäumt.:, Bald bin ich dort:,: und du, o Vater Rhein, ſtimmſt froh in meine Lieder ein.


