4. Wenn ich aus der Fremde komme, ſpiel' ich auf aus anderm Ton, abends unter ihrem Fenſter, Schätzel, Schätzel, ſchläfſt du ſchon? hoch geſchwenkt den vollen Beutel, ach, da gibt's'ne Muſika!'s Fenſter klirrt, es rauſcht der Laden, heilige Cäcilia! All ihr Prager Muſikanten, auf, heraus mit Horn und Baß, ſpielt mir auf den hochzeitsreigen, morgen leeren wir ein Faß. 6.“)
1. Studentenherz, was macht dich trüb? was ſoll dein banges Sagen? Fragſt, wo die luſt'ge Freiheit blieb, von der die Lieder ſagen? Studentenherz ergib dich drin, ſie iſt ver⸗ ſchwunden und dahin.
2. lich, nein, nicht darum dieſer Schmerz, nicht darum Gram und Sagen! Mein herz iſt eben auch ein herz, und menſchlich will es ſchlagen.::; Daß ich ſo fern bin meinem Lieb, ſo gar zu fern, das macht mich trüb.:;:
3. Du armes herz, du dau'rſt mich ſehr, das iſt ein bittres Leiden, ſo weit weg ohne Wiederkehr von ſeiner Liebſten ſcheiden.:,: Doch friſche Jugend, friſcher Mut; Studentenblut iſt luſtig Blut.,:
4. lich, Luſt und Jubel mag ich nicht, woran ſollt' ich mich weiden? Ihr weicher Mund, ihr hold Geſicht, das waren meine Freuden.:, Und mag ich noch ſo ferne ſein, ſchlägt doch mein herz nur ihr allein. ,:
5. Nun denn wohlan, ſo wag' es drauf, du gehſt auf ſchnellen Füßen. Nimm Stab und Ränzel, mach dich auf, kehr heim zu deiner Süßen!:,: In ihrem Urm, an ihrer Bruſt, Studentenherz, o welche Luſt!:;:
7.
1. ls ich ſchlummernd lag heut Nacht, lockten ſüße Träume, ſchimmernd in der Jugend Pracht, mich in ferne Räume. Kraſſes Füchslein ſaß ich ſchlank in der Rneipe wieder, und
*) Mit gütig erteilter Erlaubnis der Verlagsanſtalt von Breit⸗ kopf& Härtel in Leipzig.
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