4.(ich, pfeilſchnell flogen die Semeſter, ein altes Haus nennt man mich heut, nun hat auch mir auf meine Locken der Winter ſeinen Reif geſtreut; doch nimmer will ich dich vergeſſen, der holden Freiheit Paradies, die ſchönſte Zeit in meinem Leben, da ich noch ſtotter Burſche hieß; ſtets bleib ich dir im Geiſte nah, o goldne Akademia!
12. Donau⸗Strudel. Banriſche Volksweiſe.
1. Als wir jüngſt in Regensburg waren, ſind wir über den Strudel gefahren. Da warn viele holden, die mit— fahren wollten. ſ: Schwäbiſche, bayriſche Dirndel, juchhe! muß der Schiffsmann fahren.
2. Und ein Mädel von zwölf Jahren iſt mit über den Strudel gefahren; weil ſie noch nicht lieben kunnt, fuhr ſie ſicher über Strudels Grund. l: Schwäbiſche, bayriſche Dirndel, juche! muß der Schiffsmann fahren. 2
3. Und vom hohen Bergesſchloſſe kam auf ſtolzem ſchwarzen
Roſſe adlig Fräulein Kunigund, wollt mit fahrn über Strudels Grund. Schwäbiſche uſw.
4.„Schiffsmann, lieber Schiffsmann mein, ſollt's denn ſo gefährlich ſein? Schiffsmann, ſag's mir ehrlich, iſt's denn ſo gefährlich?“ Schwäbiſche uſw.
5.„„ Wem der Myrtenkranz geblieben, landet froh und ſicher drüben; wer ihn hat verloren, iſt dem Tod erkoren.“ Schwäbiſche uſw.
6. Als ſie auf die Mitt gekommen, kam ein großer Nix geſchwommen, nahm das Fräulein Kunigund, fuhr mit ihr in des Strudels Grund. Schwäbiſche uſw.
13. Alt⸗Heidelberg, du feine. Eigene Weiſe. 1. Alt⸗heidelberg du feine, du Stadt an Ehren reich, am Reckar und am Rheine kein' andre kommt dir gleich.
Stadt fröhlicher Geſellen, an Weisheit ſchwer und Wein, klar ziehn des Stromes Wellen, l: Blauäuglein blitzen drein.:]
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