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Vierte Weiſe. (Weiſe wie Vers 0).
12. Ruhe von der Burſchenfeier, blanker Weihedegen, nun! Jeder trachte, wack'rer Freier um das Vaterland zu ſein! Jedem Heil, der ſich bemühte, ganz zu ſein der Väter wert! KUeiner taſte je ans Schwert der nicht edel iſt und bieder!
Fünfte Weiſe.
1. So lag einſt in der Friedenshalle das deutſche Helden⸗ ſchwert geſtreckt, als noch vom Ariegstrompetenſchalle der Deutſche nur zum Streit geweckt, als Freiheit nur und Vaterland zum Schwerte rief die tapfere Hand.
2. Da galt noch in der Väter Hütte der Freundſchaft und der Menſchheit Pflicht. Ja, Läſtrer alter deutſcher Sitte, ſo rauh wie eure war ſie nicht, mit Waffen hat ſie nie geſpielt, in Freundes⸗ blut ſich nie gekühlt.
3. Sich feindlich mit dem Freunde ſchlagen, das tut kein wackrer, deutſcher Mann, hat nie in jenen deutſchen Tagen ein
tapfrer Heldenſohn getan: Für Vaterland und eignen Herd und Unſchuld blitzt das deutſche Schwert.
4. Wohlan, ihr deutſchen Blutes Erben, wohlan!— Ge⸗ lobt mit Mund und hHand, den Degen nimmermehr zu färben, als für's gekränkte Vaterland! Wer anders tut, der fliehe fort und weile nicht an deutſchem Ort!
8.
1. Gaudeamus igitur, juvenes dum sumus! Post jucundam juventutem, post molestam senectutem nos habebit humus.
2. Ubi sunt, qui ante nos in mundo fuere? Vadite ad superos, transite ad inferos, ubi? Jam fuere!


