18. Altes Studentenlied.
—
1. lobe mir das Burſchenleben, ein Jeder lobt ſich ſeinen Stand; der Sreiheit hab' ich mich ergeben, ſie bleibt
mein letztes Unterpfand.(Chor) Studenten ſind fidele Brüder,
kein Unfall ſchlägt ſie ganz darnieder, nieder, darnieder.
2. Die Hirſche, Naſen und Studenten erleiden gleiches Un⸗ gemach; denn jenen jagen Jäger, Kunde, und dieſen die Philiſter nach.(Chor) Studenten ſind ꝛc.
3. Brav Gelder muß der Vater ſchicken, wenn der Kerr Sohn ſtudiren ſoll, den Beutel mit Dukaten ſpicken; nur dann geräth das Söhnlein wohl.(Chor.) Studenten ſind ꝛc.
4. Die Mühlen können nichts erwerben, ſobald das Waſſer ſie nicht treibt; ſo muß denn auch der Burſch verderben, wenn ihm der wechſel außen bleibt.(Chor.) Studenten ſind ꝛc.
5. Und hat der Burſch kein Geld im Beutel, ſo pumpt er die Philiſter an und ſpricht: Es iſt doch Alles eitel, vom Burſchen bis zum Bettelmann.(Chor.) Studenten ſind ꝛc.
6. Ach, wenn die lieben Eltern wüßten der Kerren Söhne große Noth, wie ſie ſo flott verkeilen müßten, ſie weinten ſich die Aeuglein roth.(Chor.) Indeſſen thun die Kerren Söhne ſich dann und wann gar trefflich bene.
7. Und hat der Burſch nun ausſtudiret, ſo reiſet er in Patriam, mit ſeinem Hefte ausſtaffiret, und heißt ein grund⸗ gelehrter Mann.(Chor) Studenten ſind ꝛc.
8. Und fällt der Burſche durch's Examen, ſo ſchert er ſich den Teufel drum; er reiſet doch in Gottes Namen keck in der ganzen Welt herum.(Chor.) Studenten ſind ꝛc.
9. Sing', bet' und geh' auf rechten Wegen, und thu' das Deine nur getreu, und kommt ein ſchönes Kind entgegen, laß es nicht ungeküßt vorbei!(Chor.) Studenten ſind ꝛc.
v
15


