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Moritz Pasch : Zwei Gedenkreden, gehalten am 24. Jan. 1931 / von Friedrich Engel und Max Dehn
Entstehung
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Moritz Pasch zum achtzigsten Geburtstag am 8. November 1923.

Zwei Punkte, heißt's,bestimmen eine Strecke. Darf ich an seinem Ehrentag es wagen,

Der Axiomatik Klassiker zu sagen,

Was ich für ihn in diesem Satz entdecke?

Der Weg, den Du rückschauend heut betrachtest Bis hin zu Deiner Jugend schweren Zeiten,

Er folgt auch ewigen Notwendigkeiten

Wie die, zu deren Deuter Du Dich machtest.

Denn, wo ein anderer sich krümmend windet Im Dickicht der verschlungnen Lebenspfade, Du zeichnest Deinen unverrückbar grade: Die Linie, die Geist und Herz verbindet.

Denken und Wollen ist Dir eine Einheit,

Nur höchste Klarheit durfte Dir genügen.

Es hielt Dich über allen Lebenslügen

Des Geistes Schärfe und des Herzens Reinheit.

Wer kann an seinem Abend mehr verlangen, Als daßs sich seines Tages Werk ihm male

Vom ersten Dämmern, wo es angefangen,

In einem einz'gen ungebrochenen Strahleb

Wir andern, die in Wirrnis und Getöse

Auf Deinem Weg zu wandeln nicht vermochten,

Mit andern Waffen als mit Deinen fochten, Wir beugen uns vor Deiner stillen Größe.

Georg Honigmann. ◻●