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Der Tierbeſtand.
Was zunächſt die Pferde anbelangt, ſo werden nur zwei Ar⸗ beitspferde oſtpreußiſcher Abſtammung gehalten.
Für Rindvieh beſitzen wir einen Raſſeſtall, der typiſche Ver⸗ treter der wichtigſten deutſchen Raſſen enthalten ſoll. An Tieren der Niederungsraſſen ſind bis jetzt vertreten:
Drei Tiere des ſchwarzbunten Niederungsviehs
Eine Kuh, Kreuzungsprodukt zwiſchen ſchwarzbuntem Niederungs⸗
vieh und Höhenvieh
Eine Kuh Original Angler
. 5 6 Breitenburger .„ 5 Shorthorn.
An Tieren des Höhenviehs ſind vorhanden: Eine Kuh Original Vogelsberger Rotvieh Ein Bulle. 3 5 Eine Kuh 3 Allgäuer Braunvieh 4 3 Simmentaler Alpfleckvieh 8 5 Freiburger ſchwarzſcheckiges Höhenvieh „ 3 2 Lahnſchlag 2 5 5 Weſterwälder Landſchlag. Die vorhandenen Kälber gehören den Raſſen der Breitenburger, Allgäuer, Shorthorns und Freiburger an.
Der Zweck des Raſſeſtalles iſt vor allem, den Studierenden typiſche Vertreter der wichtigſten deutſchen Raſſen zu zeigen. Die Tiere ſind in den Original⸗Zuchtgebieten trächtig gekauft worden. An ihnen ſelbſt und ihren Nachkommen werden die Raſſeeigentümlichkei⸗ ten(Milchleiſtung, Körperbau) unter den abgeänderten hieſigen Ver⸗ hälniſſen unterſucht. Mit den Tieren des Vogelsberger Rotviehs wird Reinzucht getrieben, ſonſt aber werden die verſchiedenen Raſſen ver⸗ ſuchshalber mit einander gekreuzt. Die Milchmenge wird täglich in Qualität und Quantität nach jedem Gemelk feſtaeſtellt. Auf mög⸗ lichſt naturgemäße Aufzucht und Haltung der jungen Tiere wird be⸗ ſonderes Gewicht gelegt. Verſuche mit verſchiedenen Aufzuchtsmethoden ſowie Fütterungsverſuche werden ebenfalls durchgeführt.
Im Winterhalbjahr herrſcht Stallhaltung vor, im Sommerhalb⸗ jahr beſteht ausſchließlich Weidegang. Im Jahr 1927 begann der Weideauftrieb am 27. April, der Abtrieb erfolgte am 8. November. Mithin waren es 194 Weidetage. Die Weideperiode im Jahre 1928 begann am 11. April.
Die Winterfütterung des Rindviehbeſtandes wird nach Leiſtung durchgeführt(Syſtem Geißler). Als Grundfutter dienen Heu ſowie


