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Tierzucht-Institut der Universität Gießen Oberer Hardthof : Direktor: Prof. Dr. H. Kraemer, Assistenten: Dr. H. Lang und Dr. U. Wetzel
Entstehung
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Weiterhin ſind an Stallungen zu nennen: ein alter Kuhſtall und ein Schaf⸗ und Ziegenſtall.(Letzterer wird gegenwärtig als Stall für männliche Zuchttiere benutzt). Der Pfer⸗ deſtall enthält Einzelſtände und Boxen und iſt mit Selbſttränken ausgeſtattet. Zur Aufbewahrung der Geſchirre und für die Zuberei⸗ tung des Futters wurden beſondere Nebenräume geſchaffen.

Für die Unterbringung der Hofhühner ſowie zur Abſonderung erkrankter Tiere bezw. zur Aufſtellung neu hin⸗ zugekaufter Tiere ſind ebenfalls Stallräume vorhanden.

Ein weiterer Stall wird als Schweineſtall benutzt. Seine Inneneinrichtung wurde von früher übernommen und durch Einzie⸗ hung einer Holzzwiſchendecke verbeſſert. Die früher vorhandenen aber unbrauchbar gewordenen Wellblechbuchtenwände wurden durch Hohl⸗ plattenwände erſetzt. Rippenrohre, die an den Dämpfer der Futter⸗ küche angeſchloſſen ſind, dienen erforderlichenfalls als Heizkörper. Ein maſſiver Schweineabferkelſtall wurde ebenfalls eingerichtet. Die Böden ſind aus verſchiedenem Material hergeſtellt,(Harrizit, Hohl⸗ ſteine, Klinker und Holz). Die Buchtenwände beſtehen aus Holzboh⸗ len. In der Inneneinrichtung befinden ſich Selbſttränken, Schutzſtangen und Kipptröge aus glaſiertem Ton.

Ein maſſiver Zuchtgeflügelſtall enthält Abteilungen für fünf verſchiedene Hühnerraſſen, mit jeweils einem Sommer⸗ und einem Winterſchlafraum mit doppelten Holzwänden(Torfmulliſolation). Vor den Stallungen befinden ſich überdachte Scharräume, im Legeraum ſind Fallneſter verſchiedener Konſtruktion aufgeſtellt. Es ſchließen ſich getrennte Ausläufe im Wäldchen und im Obſtſtücke an. Futterauto⸗ maten und automatiſche Tränken verſchiedener Syſteme ſind ebenfalls vorhanden.

Die Junggeflügelkoloniehäuſer aus Holz(teilweiſe einfach und teilweiſe doppelwandig) ſind in größeren Ausläufen in Obſtſtücken mit alter Grasnarbe aufgeſtellt.

Die Gänſe⸗, Enten⸗ und Putenſtälle ſind maſſiv und enthalten ebenfalls Fallneſter zur Leiſtungsprüfung.

In zwei Bruträumen befinden ſich Apparate verſchiedener Syſteme, und zwar handelt es ſich um die Fabrikate Sartorius, von der Firma Sartorius in Göttingen, Peka von der Firma P. Kochs, Düſſeldorf, Cremat von den Cremat⸗Werken in Geiſing und Buckeye von der Firma Nickerl⸗Buckeye in Wien. Sie werden mit Petroleum⸗ Vergaſer und mit Elektrizität geheizt.

Ein altes Gewächshaus dient heute als Kükenheim. Es iſt mit Warmwaſſerheizung verſehen und hat getrennte Ausläufe zur Unterbringung von Tieren verſchiedenen Alters.