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Fünfzundsechzigstes Stiftungsfest der Gießener Burschenschaft Alemannia, 22.-25. Juli 1927 : [Kommerslieder] / [Gießener Burschenschaft Alemannia]
Entstehung
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Drei Klänge ſind's. Singw.: Herbei, herbei, du trauter Sängerkreis.

1. Drei Klänge ſind's, ſie tönen hold und rein voll Harmonie durch unſer Burſchenleben, drei Klänge ſind's, die uns wie goldner Wein zu frohem Schlag das freie Herz erheben; ſie will ich preiſen noch mit grauem Haar, bis mich der Tod ins Dunkel zieht hernieder: Der Schläger Klang, der Gläſer Klang, den Klang der Lieder, ſie will ich preiſen nun und immerdar!

2. Des Schlägers Klang, er tönt ſo ſcharf und kühn, für Burſchenehre blitzet ſeine Klinge, beim Gläſerklang ſo froh die Herzen glühn, trägt ſie empor des Weines Geiſterſchwinge, der Lieder Klang hebt ſich zum Himmel auf. Im Preis des Edlen, Guten, Hohen, Schönen, der Freiheit Lied, der Liebe Lied es ſoll ertönen mit goldnem Schall durch unſren Lebenslauf.

3. Drei Klänge ſinds von ganz beſondrer Art; ſie dünken uns die herrlichſten von allen, darum, ihr Brüder, laſſet froh geſchart das Jubellied zu ihrem Ruhm erſchallen. Auf, nehmt das Glas mit goldnem Wein zur Hand und ruft es laut nach alter deutſcher Weiſe: Das Schwert zum Schutz, das Glas aufs Wohl, das Lied zum Preiſe fürs ſchöne große deutſche Vater⸗

land! Heinrich Seidel.

Auf der Wanderung.

1. Zwiſchen Frankreich und dem Böhmerwald da wachſen unſre Reben. Grüß mein Lieb am grünen Rhein, grüß mir meinen kühlen Wein!: Nur in Deutſchland, nur in Deutſch⸗ land da will ich ewig leben.

12. Fern in fremden Landen war ich auch, bald bin ich heimgegangen, heiße Luft und Durſt dabei, Qual und Sorgen mancherlei. Nur nach Deutſchland tät mein Herz verlangen.

3. Iſt ein Land, es heißt Italia, blühn Orangen und Zitronen. Singe, ſprach die Römerin, und ich ſang zum Nor⸗ den hin: Nur in Deutſchland, da muß mein Schätzlein wohnen.

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