Druckschrift 
Fünfzundsechzigstes Stiftungsfest der Gießener Burschenschaft Alemannia, 22.-25. Juli 1927 : [Kommerslieder] / [Gießener Burschenschaft Alemannia]
Entstehung
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5. Das vierte hebt zur hehren Weihe die Hände und die Herzen hoch! es lebe alte deutſche Treue, es lebe deutſcher Glaube hoch! Mit dieſen wollen wir beſtehen, ſie ſind des Bundes Schild und Hort; fürwahr, es muß die Welt ver⸗ gehen, vergeht das feſte Männerwort!

6. Rückt dichter in der heilgen Runde und klingt den letzten Jubelklang! Von Herz zu Herz, von Mund zu Munde erbrauſe freudig der Geſang! Das Wort, das unſern Bund geſchützet, das Heil, das uns kein Teufel raubt und kein Ty rannentrug uns kürzet, das ſei gehalten und geglaubt!

E. M. Arndt. 1815

Burſchen, heraus!

1. Burſchen, heraus! Laßt es ſchallen von Haus zu Haus! Wenn der Lerche Silberſchlag grüßt des Maien erſten Tag, dann heraus, und fragt nicht viel, friſch mit Lied und Lauten⸗ ſpiel! Burſchen, heraus!

2. Burſchen, heraus! Laßt es ſchallen von Haus zu Haus! Ruft um Hilf die Poeſei gegen Zopf und Philiſterei, dann heraus bei Tag und Nacht, bis ſie wieder frei gemacht! Bur⸗ ſchen heraus!

3. Burſchen heraus! Laßt es ſchallen von Haus zu Haus! Wenn es gilt fürs Vaterland, treu die Klingen dann zur Hand, und heraus mit mut'gem Sang, wär es auch zum letzten Gang! Burſchen, heraus!

Der Freiheit Schlachtruf.

1. Der Gott, der Eiſen wachſen ließ, der wollte keine Knechte, drum gab er Säbel, Schwert und Spieß dem Mann in ſeine Rechte, drum gab er ihm den kühnen Mut, den Zorn der freien Rede, daß er beſtände bis aufs Blut, bis in den Tod die Fehde!

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