zur Suspenſion in den weſentlichen Zügen darſtellen. Es war am 16. November 1877, als der Reuphilologiſche Leſeverein mit 7 Mitgliedern ins Leben trat. Schriftführer war stud. phil. Gg. Heil(A. H. prof. hH.⸗Darmſtadt), Kaſſenwart war stud. phil. Bernhard Qade(A. H. Prof. L.⸗Darmſtadt). Der 1. Leſe⸗ abend wurde am 24. November abgehalten(Scribe, Le Verre d'Eau). Emſig arbeitete man an der inneren und äußeren Feſ⸗ tigung. Wöchentlich abwechſelnd fand Vortrag oder Leſung ſtatt. Mit dem Reuphilologiſchen Derein zu Straßburg ſchloß man ein Kartell, dem in kurzer Friſt die Neuphilologiſchen Vereine ande⸗ rer hHochſchulen beitraten,(jetzt Weimarer RKartellverband Reu⸗ philologiſcher DVereine). Unter den Kartellvereinen wurde der Austauſch der Diſſertationen vereinbart. Seit S. S. 1880 plante man die Anbringung einer Gedenktafel am Geburtshauſe des Begründers der romaniſchen Philologie Friedr. Diez. 5wei Jahre darauf ſchloß man ſich dem V. w. D. Gießen an, wodurch ein reger Verkehr beſonders mit dem Klaſſiſch⸗Philologiſchen DVer⸗ ein zu ſtande kam. In größerem Maßſtabe trat dann der Ver⸗ ein in die Oeffentlichkeit am 14. Juni 1883 durch die wohlvor⸗ bereitete Diezfeier, die infolge der Teilnahme der Univerſität, der anderen Korporationen und beſonders des Neuphilologiſchen RKartells glanzvoll verlief. Bei dieſer feſtlichen Gelegenheit wurde Bäckermeiſter Chriſt. Faß, der Beſitzer des Diezhauſes in den Neuen Bäuen, zum Ehrengaſt ernannt. In unwandelbarer Treue hing dieſer erſte Ehrengaſt bis zu ſeinem heimgange an dem Reu⸗ philologiſchen und ſpäter am Philologiſch⸗hiſtoriſchen DVerein und war ihm in ſeiner Weiſe ſtets ein hilfreicher Förderer und Freund. Im W. S. 86/87 mußte der Neuphilologiſche Verein aus Mangel an Mitgliedern ſuspendieren.
Die dadurch nahe gelegte Vereinigung des Klaſſiſch⸗Philo⸗ logiſchen Vereins mit dem Reuphilologiſchen V. zum Philologiſch⸗ hiſtoriſchen Verein(7. 5. 1800) brachte einen anſehnlichen Zu— wachs an alten herren und die Möglichkeit, fürderhin neben den Altphilologen auch Neuphilologen und hiſtoriker in ſeine Reihen aufzunehmen. Damit war ſeinen Beſtrebungen eine breitere Grundlage geſchaffen und ſein kräftiger Fortbeſtand ver⸗ bürgt, den die Mißhelligkeiten der Solgezeit im weſentlichen nicht mehr erſchüttern konnten. Aus den nächſten Jahren bis zur Gegenwart ſind als höhepunkte des Vereinslebens erwäh— nenswert: 100 jährige Diezfeier am 2. 5. 94, Entſendung eines


