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Viertens/ iſt ſehr uͤbelund ohnnoͤthig gekla⸗ get worden/ als ob einige von Unſern Geiſtlichen gar zu ſcharpff predigten/ und die Leuthe/ ſo nicht in die Fußſtapffen Chriſti vollkommentlich tretten koͤn⸗ ten oder wolten/ verdammeten/ wordurch die Ge⸗ wiſſen in groſſe Angſt/ und wohl gar zur Verzweife⸗ lung gebracht wuͤrden: Dann weil allen und jeden Predigern die Seelen ihrer Zuhoͤrer auff ihre Seele gebunden/ und GOTT der HERR Ihnen nicht nur den Stab Sanfft/ ſondern auch den Stab Wehe anvertrauet/ und jener allein vor die zerknirſchte und bußfertige;3 Dieſer aber vor die hartnaͤckigte Suͤnder und Heuchel⸗Chriſten gehoͤret/ ſo kan und mag getreuen Lehrern und Predigern das Straff⸗ Ampt von keiner Obrigkeit beklemmet oder reſtrin- giret/ am allerwenigſten aber benommen werden/ ſondern es haben rechtſchaffene Zuhoͤrer billich die Straff⸗Predigten ſo wohl als die Troſt⸗Predigten mit ſanfftmuͤthigem Geiſt anzunchmen/ auch nach den klaren Spruͤchen der Heil. Schrifft in die Fuß⸗ ſtapffen Chriſti zu tretten/ ſeinem Vorbilde aͤhnlich zu werden zu ſuchen/ und nach der Vollkommen⸗ heit/ alß weit ſelbige durch goͤttlichen Beyſtand in dieſer unvollkommenen Zeitlichkeit zu bringen/ zu ſtreben: wie dann auff ſolche ſchrifftmaͤſſige/ und von allen reinen Lehrern Unſerer Kirchen laͤngſt ge⸗
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