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Die medizinischen Institute und Kliniken der Landesuniversität Giessen / herausgegeben vom Verkehrsverein in Giessen
Entstehung
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sein. Diese Absicht des Begründers ist in hohem Maße verwirk- licht worden. Das Verhältnis der Fenstergröße zu der Boden- fläche und dem Luftkubus der Zimmer ist ein derartiges, daß

die hygienischen Hauptforderungen nach viel Licht und Luft überreichlich erfüllt sind. In seiner Längsseite annähernd von West nach Ost orientiert(fast NW SO), ist die Vorderfront nach der Straße zu gen Süden(SW) gelegen. Auf dieser Süd- seite von einem schmucken Vorgarten, auf der Nordseite von Wiesenfläche umgeben(Gesamtareal 2500 dm, Baukosten 175000 Mark), fügt sich das Gebäude sehr gut in das Prinzip der offe- nen Bauweise ein, welches das medizinische Viertel der Landes- universität so vorteilhaft charakterisiert. Mit Recht spielt in der modernen Bauhygiene die ästhetische Abwechselung, insbeson-

dere die Einfügung von Grünanlagen eine große Rolle.

Die Höhengliederung des Instituts geschieht in ein Souter- rain zur Aufnahme des ersten Dieners, der gleichzeitig Haus- mann ist und der zentralen Heizeinrichtungen(Gliederkessel für Niederdruckdampfheizung), ferner in das Hochparterre, das dem Unterricht und der Forschung dienen soll. In seinem mitt- leren Teile ist das Gebäude um ein weiteres Stockwerk mit einer zweizimmerigen Assistentenwohnung und Aufbewahrungs- räumen für wissenschaftliche Lehrmittel erhöht. Für den In- haber der anderen im Etat vorgesehenen Assistentenstelle ist eine Wohnung im Institut nicht vorhanden. Im Dachgeschoß des Instituts ist eine geräumige Dunkelkammer für Photo- graphische Zwecke und Lichtmessungen eingerichtet.

Der Hörsaal(48 Plätze) zur Abhaltung von Vorlesungen ist auf der völlig geräuschlosen und kühleren Nordseite in der Mitte des Hochparterres gelegen, nach Osten von den Arbeits- räumen des Direktors, nach Westen von dem bakteriologischen Assistentenlaboratorium und einem Praktikantenlaboratorium flankiert. Diese nach Norden gelegenen Räume werden durch einen gemeinsamen Korridor von denen nach der Südseite ge- trennt. Von diesen sind, in Richtung von West nach Ost, zu nennen: der große bakteriologische Kurssaal, ein Aufenthalts- raum für den I. Assistenten, die Bibliothek, das chemische Labo- ratorium und zwei Sammlungsräume am östlichen Ende des Gebäudes. Zwischen Kurssaal und Assistentenaufenthalts- raum münden die Treppenaufgänge von der Straße und dem

SCouterrain her.

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