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Folge haben. Ja noch mehr! Was der eine fordert, scheint dem anderen nicht genug, vielleicht viel zu wenig. Ob jedes mal mit Recht, steht dahin. Aber Menschlichkeiten werden passiren, so lange die Welt steht. Und wie soll nun der strenger Urtheilende sein vermeintliches Recht als Mitglied der promo- virenden Facultät geltend machen? Zur Ausgleichung solcher Differenzen, welche uns zu vergegenwärtigen kaum schwer sein dürfte, fehlt jetzt jedes Mittel, zur Herstellung aber eines Niveaus der Leistung, welches diesen Schwankungen nicht ausgesetzt wäre, jeder Maſsstab. Sie können mir einwenden: Bietet denn nicht die Wissenschaft objective Kriterien, nach welchen die Qualität eines Doctorexamens sich unwider- sprechlich beurtheilen läſst? Allerdings, antworte ich. Aber dieser Umstand vergröſsert nur die Verlegen- heit. Ich verfolge ihn darum nicht weiter.
Wenn die durch den Druck zu veröffentlichende Dissertation als Hauptleistung eintritt, so ändert sich die Sachlage sofort.
Zum Richter über das Geschehene wird dann von selbst die öffentliche Meinung eingesetzt, von deren segensreicher Wirkung übrigens die Univer- sitäten mehr als andere Institute bis jetzt leider noch ausgeschlossen sind. Es tritt eine Kritik ein, an der jeder, dem daran liegt, sich zu betheiligen eine Form finden wird, ohne daſs er den Vorwurf des Miſstrauens, des uncollegialischen Verhaltens zu fürchten hat; und nur diese Art der Beurtheilung verdient in Wahrheit


