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Eine Deposition im 17. Jahrhundert : zur Erinnerung an das Gießener Universitäts-Jubiläum 1907 / nach gleichzeitigen Quellen bearbeitet von Dr. Fabricius
Entstehung
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(Schnüffelt in der Luft.) Man ſpüret es ſchon an dem lieb⸗ lichen Geruch, daß ſie wohl aus dem Lande Patagonia kommen, wo die Ziegenbocksviolen und die Fuchsdrecks⸗ hütlein um Mitternacht blühen. Was ſeid ihr Herrlein dennd Seid ihr Bachanten und Beane d

Alle Beane: Ja!

Depoſitor: So ſaget mir doch an, was ein Bean ſei d Die Beane:] Das weiß ich nicht.(gelehret.

Das hat uns unſer Präceptor nicht C Ich kann es nicht ſagen.

Depoſitor: Est responsio asinina, eine Eſels⸗ antwort. So will ich es euch lehren, merket auf:

Beanus Est Asinus Nesciens Vitam Studiosorum Bean Sin lbrer Darr Und Stolz

Sin grob und ungehobelt Holz.

(Fährt mit der Reckerei fort) Wie ſchön die Junkerlein nicht gewachſen ſeind, mit ſtattlichen Buckeln und ſchiefen Maſen, wie werdet ihr nicht den Gießer Jüngferlein in die Augen fallen, wenn ihr des Abends stellatim gehet, und ihre Herzen mit dem Cupidinis-Pfeil durch⸗ bohren! Zeiget mir doch eure Hände...(Schlägt mit der Pritſche darauf.).... Pfui wie lange Nägel als die Geierskrallen! Ihr möget mir wohl wahre Grobiani ſein! Wollet ihr die zarten Händlein der Damoisellen zerreißen d

(Wendet ſich mit Bücklingen an den I. Bean): Ach Domine, Jun⸗ kere, Köiνε, Adonai, wie ein nettes Gliedringelein habet ihr doch am Jungfer⸗ und Herz⸗Finger! Sehet doch, es ſind eitel Vergißmeinnicht darauf amuliret! Er hat gewiß zehn Schreckenberger beim Jubelirer gekoſtet! Selbiger iſt gewißlich ein Geſchenk von ſeiner Amaſia im Vatterland und hat das edle Fräulein den Ring mit vielen Sähren genetzet, bevor ſie ihn an dieſen digitus amatorius geſtecket!

(Unterdeſſen ſchiebt einer der Candsleute heimlich, aber ſo, daß es die Zu ſchauer ſehen, einen Brief in die Taſche des Beans.) Hat ſie euch nicht auch ſchon ein Buhlenbrieflein geſchicket d(Zieht den Brief aus der Caſche des Beans): Ach, da iſt er ja!

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