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liche Literatur über die Getreidezollfrage iſt mit der Zeit der⸗ art angeſchwollen, daß ſie ſelbſt der Fachmann kaum mehr überſehen kann. Auch hier haben das Wertvollſte die letzten Bände des Vereins für Sozialpolitik, wo das handelspolitiſche Problem von allen Seiten und Geſichtspunkten her unterſucht wird, geliefert. Ich ſelbſt habe ganz kürzlich einen beſcheidenen Detailbeitrag zur Zollfrage, in dem das Intereſſe der heſſiſchen Bauern an den höheren Getreidepreiſen im Wege einer Privat⸗ enquete durch einen meiner Gießener Schüler, Dr. Rudolf Koenig, feſtzuſtellen verſucht worden iſt, zu liefern unternommen. Dieſe von mir als Doktordiſſertation zugelaſſene Arbeit, die ihren Verfaſſer zu Reſultaten führt, die ihn eine ſtarke Er— höhung der Agrarzölle auch im Intereſſe des bäuerlichen Klein— und Mittelbeſitzes befürworten laſſen, hat mir eine Reihe von ſcharfen Angriffen in der demokratiſchen und ſozialdemo⸗ kratiſchen Preſſe*) eingetragen, die mich freilich in der von mir grundſätzlich beobachteten Unbefangenheit und neutralen Hal⸗ tung exakten Forſchungsreſultaten gegenüber nicht haben er⸗ ſchüttern können. Allerdings werden nicht alle Ergebniſſe der Koenig'ſchen Studie den Abgeordneten Köhler⸗Langsdorf voll befriedigt haben, denn Koenig weiſt unter anderem nach, daß eine Erhebung, die Herr Köhler ſelbſt früher verſucht hatte für ernſte ſtatiſtiſche Zwecke gänzlich„unbrauchbar ſei“.
*) Ich möchte bei dieſer Gelegenheit dem ſozialdemokratiſchen „Offenbacher Abendblatt“ gegenüber, nachdem eine dorthin am 30. No⸗ vember v. J. eingeſandte Berichtigung meinerſeits trotz des gewünſchten Abdruckes nichts genützt hat, zweierlei richtig ſtellen: 1. Ich habe nirgends behauptet, daß die Koenig'ſche Arbeit eine„wiſſenſchaftliche Leiſtung erſten Ranges“ ſei. Die gegenteilige Behauptung des Offen⸗ bacher Blattes vom 4. Februar d. J. enthält eine objektive Unwahrheit. 2. Ich habe niemals ganz allgemein geſagt, daß der„zoll⸗ und agrar⸗ politiſche Standpunkt Glaubensſache“ ſei, wie die genannte Zeitung am 5. Januar d. J. ihren Leſern erzählt, ſondern ich habe vielmehr nur hervorgehoben, daß es Glaubensſache ſei, ob man für den Agrarzoll nur dann eintrete, wenn er auch den Bauern, nicht nur den Groß⸗ grundbeſitzern allein nütze. Doch gebe ich ohne weiteres zu, daß ich dieſen Satz nicht beſonders glücklich formuliert hatte.


