III.
Dr. Ruhland's Antwort.
Die„Gießener Neueſten Nachrichten“ in ihrer Nr. 32. vom 7. Februar 1903 veröffentlichten folgenden Brief mit ein⸗ geſchloſſenem Leitartikel:
Für die lex Köhler⸗Langsdorf. Es gingen uns dazu folgender Brief und Bericht zu:
Berlin, den 4. Februar 1903. Hochverehrter Herr Chefredakteur!
In der Anlage habe ich die Ehre, Ihnen im beſonderen Auftrage des Herrn Abg. Köhler⸗Langsdorf das Manuſkript für einen Artikel mit der Bitte zu überreichen, denſelben bald⸗ tunlichſt in Ihrer Zeitung erſcheinen zu laſſen.
Hochachtungsvollſt Dr. G. Ruhland.
Die Ausführungen in Nr. 23 dieſes Blattes vom 28. v. M. gegen die lex Köhler⸗Langsdorf laſſen ſich ſachlich in zwei Teile ſcheiden. Zunächſt wird das formelle Recht der Parlamente beſtritten, einen Einfluß auf die Beſetzung der Profeſſuren für Nationalökonomie auszuüben, Und dann wird nachzuweiſen verſucht, daß der vorgeſchlagene Profeſſor Ruhland doch eigentlich noch weniger Agrarier im Sinne der Partei Köhler⸗Langsdorf ſei, als der derzeitige Profeſſor Biermer⸗ Gießen. Eine Entgegnung wird zweckmäßigerweiſe dieſer Ein⸗ teilung jetzt folgen.


