Druckschrift 
Zur Todtenfeier des Großherzoglichen Universitäts-Gärtners Johann Bernhard Weiß am 30. November 1862 / [Gebet von Herrn Kirchenrath Dr. Engel ; Predigt gehalten von Herrn Universitätssprediger Prof. Dr. Hesse ; herausgegeben von der JLU Gießen]
Entstehung
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2. Sam. 1, 26:Es iſt mir leid um dich.

Verklärter Freund! In dieſen Sommertagen Da zeigteſt Du mir eine Trauerbuche,

Die Du auf Deinem Arm weit hergetragen Von eines Schloßparks gaſtlichem Beſuche Und da gepflanzet erſt vor wenig Jahren Wo Tauſend deiner Blumenkinder waren.

Du ſprachſt, der Baum ſei Dir beſonders theuer Mit ſeinem ſchönen Wuchs hinauf zum Lichte, Mit ſeinen Zweigen, die ſich erdwärts neigen Von ſeines grünen Atlas⸗Laubs Gewichte.

So blickteſt klaren Auges Du nach Oben

Als ſei Dein Blick zu höherm Licht erhoben.

Hatt'ſt eine Ahnung Du wohl von der Trauer, Die bald durch dieſe Gänge klagen werde, Sobald des erſten Schneees leichter Schauer Sein Leichentuch ausbreite auf der Erde;

Hatt'ſt eine Ahnung Du wohl Deines Leidens, Wohl eine Ahnung Deines frühen Scheidens?

Ach, ſenkt ihr Palmen eure friſchen Kronen, Ihr Blüthen trauert in dem Blumenhauſe,

Wo Tauſende vereint aus allen Zonen

Hat ſeine Meiſterhand in grüner Clauſe,

Denn ach, der Gärtner iſt zum Licht gegangen, Der Trauerbuche Zweige zitternd hangen.

4 Da ſtehſt Du, Vater, mit zerrißnem Herzen Und Alles mahnt Dich an des Sohnes Sterben! Da theilſt du, ganze Stadt, der Seinen Schmerzen, Die Wiſſenſchaft klagt um des Ruhmes Erben, Der in der Kraft und Fülle ſeiner Jahre So früh ſchon ruht heut auf der Todtenbahre.

Und all' Ihr Freunde in dem Heſſenlande,

Ihr Blumenfreunde jenſeits ſeiner Grenzen, Die Ihr vereint ihm wart durch Jugendbande Als Ihr die Muſenſtadt ſaht freundlich glänzen, Gedenkt der Blumen, die er Euch einſt reichte, Der ſelbſt gebrochen, ach ſo früh erbleichte.

Seht Ihr nun je die Trauerbuche wieder, Die er als höhres Sinnbild uns erzogen, Dann ſenke ernſt ſich Euer Aug' erſt nieder Und hebe ſich dann zu des Himmels Bogen, Dann denket: Was im ew'gen Licht ſoll ſtehen Deß Staub muß erſt auf Erden untergehen.

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