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worden war,*) ſuchte Schütz ſein Heil auf der Fluͤcht, auf welcher er namentlich bei dem practiſchen Arzte Dr. Schmall zu Rödelheim, der, gleich Pfarrer Flick, mehre politiſche Flüchtlinge bei ſich aufnahm uud für deren Weiterbeförderung Sorge trug, eine Zeit lang verborgen gehalten wurde und auch zu Butzbach vielfache Unterſtützung fand, die ſogar ſoweit ging, daß ſeinetwegen falſche Ausſagen vor Gericht abgelegt und be⸗ ſchworen wurden.
Sämmtliche Exemplare des Landboten hatten nach ei⸗ ner Idee Weidig's, wie behauptet wird, entweder an Einem Tage oder doch möglichſt gleichzeitig an mehren Orten des Großherzogthums verbreitet werden ſollen, damit die Behörden in ihren Nachforſchungen nach den Thätern irre geführt und hierdurch die Gefahr vor Entdeckung vermindert werde. Die Verhaftung Minnigerode's hatte indeſſen die Ausführung dieſes Planes vereitelt. Ein großer Theil der Landboten fiel dadurch in die Hände der Behörden, ein anderer Theil ſcheint in Butzbach aus Beſorgniß vor einer bevorſtehenden Unter⸗ ſuchung vernichtet worden zu ſeyn. Außerdem gelangte aber eine kleinere Quantität von Exemplaren dieſer Schrift von Rödelheim aus nach Butzbach und wurde mit den daſelbſt noch befindlich geweſenen Landboten durch junge Leute aus dieſer Stadt dort, ſowie in den nächſtgelegenen Ortſchaften zur Nacht— zeit theilweiſe ausgeworfen; der Ueberreſt wurde nach Gießen zu dem ſchon im Jahr 1835 verſtorbenen Candidaten Wey— precht gebracht, der ſie, übereinſtimmenden Angaben nach, hier und in der Umgegend durch junge Bürger verbreiten ließ, welche er zu gewinnen gewußt und zu regelmäßigen Geld⸗ beiträgen für den Druck von Flugſchriften ꝛc. beſtimmt hatte. Weyprecht's Thätigkeit war mehr eine ſelbſtſtändige und von den gleichen Beſtrebungen Anderer unabhängige, und eine Auf⸗
*) Vor dem Schluſſe der Unterſuchung befiel den Studenten Min— nigerode eine Krankheit, von der er nooch nicht geneſen iſt, weshalb auch bis jetzt kein urtheil gegen ihn gefällt werden konnte.
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