Druckschrift 
Actenmäßige Darstellung der im Großherzogthume Hessen in den Jahren 1832 bis 1835 stattgehabten hochverrätherischen und sonstigen damit in Verbindung stehenden verbrecherischen Unternehmungen / [herausgegeben von Schäffer, Hofgerichts-Rath.]
Entstehung
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Flick, habe er zum erſtenmal etwas Beſtimmtes von dem Auf⸗ ruhr⸗Projecte erfahren, nämlich, daß in Frankfurt die Revolution ausbrechen, dort die Wachen geſtürmt werden ſollten und Breidenſtein mit dem Homburger Militär, welches er ganz auf ſeiner Seite zu haben behauptet, habe zur Hülfe kommen wollen. Gleichzeitig hätte es auch im Würtembergiſchen los brechen und ſo ein allgemeiner Volksaufſtand herbeigeführt wer⸗ den ſollen, durch welchen man gänzlichen Sturz der deutſchen Regierungen habe bezwecken wollen.Man hielt wie Flick wörtlich ſagtdie beſtehenden Ver⸗ faſſungen Deutſchlands dem Volksgeiſt und der Freiheit nicht zureichend und träumte von einem verbeſſerten Zuſtand, ohne daß man darüber einig geworden wäre, was an die Stelle des Umgeſtürzten treten ſolle, indem namentlich Weidig und Trapp dieſes der freien Entſchließung des deutſchen Volkes hätten überlaſſen wiſſen wollen. Trapp beſtätigt im Allge⸗ meinen dieſe Angaben und fügt insbeſondere noch hinzu:Es iſt auch nicht der geringſte Zweifel laut geworden, ob das Pro⸗ ject mit Erfolg auszufuühren ſey. Weidig und auch Flick waren der Meinung, es bedürfe nur eines Anfangs und der Aufſtand werde ganz allgemein werden.

Einige Zeit nach dieſer Verhandlung empfing Pfarrer Flick von Bonames her einen, wahrſcheinlich von Dr. Gärth ge⸗ ſchriebenen, Brief, welchen er, dem an ihn gerichteten beſon⸗ deren Erſuchen gemäß, an Apotheker Trapp überbrachte. Bei dieſer Gelegenheit erfuhr er, daß der in ſeinem und des hinzu⸗ gekommenen Weidig Beiſeyn halblaut vorgeleſene Brief die auf das Revolutions⸗Project bezügliche Nachricht enthielt, daß in Würtemberg Alles vortrefflich ſtehe und namentlich das dortige

Militär theilweiſe gewonnen ſey, eine Nachricht, welche,

nach Trapp's Angabe, die Anweſenden befriedigte.

Bald darauf, allen Ermittelungen nach am 10. Februar 1833, fand bei Flick zwiſchen Dr. Gärth und Dr. Neuhof einerſeits und Dr. Weidig andererſeits eine weitere Zuſam⸗

menkunft ſtatt, bei welcher die Mittheilung gemacht wurde, daß

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