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wirklich bei Beiden auf dieſer Reiſe an. Als er damals zu Weidig kam, ließ dieſer mehre junge Butzbacher zu ſich rufen, um ſie dem Frankh vorzuſtellen, damit Derſelbe, wie Einzelne vermuthen, ſich ſelbſt davon überzeuge, daß die Butzbacher ein kräftiger Schlag Menſchen und ihm zugethan ſeyen. Nach C. Zeuners Angabe äußerte Frankh damals: Schüler, Savoye und Geib(cheinbaieriſche Anwälte, welche die Leit— ung und Geſchäftsführung des Preß⸗Verein's zur Zeit deſſen Gründung übernommen hatten) hätten zwar recht gut verſtan⸗ den, die freiſinnige Stimmung in Deutſchland zu erhöhen, aber verſäumt, einen für Deutſchland nützlichen Gebrauch von dieſer Stimmung zu machen; man müſſe dieſelbe be⸗ nutzen und die Freiheit des Volkes dauernd ſicher ſtellen. Der— ſelbe Zeuner, ein Lieblingsſchüler Weidig's und einer ſeiner treueſten und begeiſtertſten Anhänger, ſagt auch, daß ſich Wei⸗ dig nach dieſem Frankh'ſchen Beſuche entſchieden fuͤr eine Revolution ausgeſprochen und zugleich bemüht habe, anch die Anſichten Anderer dahin zu lenken, indem ſich etwas Gutes auf anderem Wege nicht hoffen laſſe.
Von jetzt an ließ es ſich Weidig, wie aus Allem her⸗ vorgeht, ernſtlichſt angelegen ſeyn, im Einverſtändniſſe mit den Frankfurtern fuͤr das Nevolutionsprojekt in ſeinem Kreiſe zu wirken. Es möchte daher nicht ungeeignet ſeyn, zur Charac⸗ teriſtik dieſes Mannes und zur umfaſſenden Würdigung ſeiner politiſchen Thätigkeit Einiges von demjenigen, was die Acten in dieſer Beziehung enthalten, hier einzuflechten.
Dr. Friedrich Ludwig Weidig war eine Reihe von Jahren hindurch Lehrer an der Stadtſchule zu Butzbach, wo auch ſein Vater, Großherzogl. Oberförſter, wohnte. Er war mit einem nicht gewöhnlichen Verſtand begabt, gründlich wiſſeu⸗ ſchaftlich gebildet, hatte ein vorzügliches Lehrtalent und beſaß in einem hohen Grade die Gabe, die Gemüther ſich zu gewinnen und unwiderſtehlich an ſich zu feſſeln. Daneben wird ſein Pri— vatleben als tadellos geſchildert und ſeine Willenskraft, Ent⸗ ſchloſſenheit und Ausdauer gerühmt. Bei dieſen Eigenſchaften wuͤrde er dem Staate ausgezeichnete Dienſte zu leiſten im Stande
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