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Ueber die Promotion Johann Kaspar Goethe'’s, des Vaters unseres grossen Dichters, zum Doktor beider Rechte, die Ende 1738 auf der Landes-Universität Giessen stattfand, hat unlängst Herr Professor Dr. Reinhard Frank zu Giessen in der„Frankfurter Zeitung“(1898, 1. Morgenbl. d. Nrn. 121 u. 123) eine auf seither unbenutztem Aktenmaterial beruhende sorgfältige Untersuchung veröffent- licht, von der mir ein Sonderabdruck vorliegt. Im Nachfolgenden wird ein kurzer, teilweise wörtlicher Auszug aus diesen hochinteressanten und sehr dankenswerten Mitteilungen geboten, woran einige Ergänzungen und Berichtigungen geknüpft werden sollen.
J.
Goethe's Vater Johann Kaspar(geb. zu Frankfurt Ende Juli 1710) hat bekanntlich erst in seinem 29. Lebensjahre, wie bereits erwähnt, Ende Dezember 1738 auf unserer Landes-Universität den Doktorhut erworben. Nach dem Abgang vom Coburger Gymnasium(etwa Herbst 1729 oder im Jahre 1730) hatte er bei dem kurz vorher in die Zahl der Frankfurter Advokaten aufgenommenen Heinrich Christian Senckenberg, dem nachmals zu grosser Berühmtheit gelangten Rechts- gelehrten(geb. zu Frankfurt 19. Oktober 1704, gest. als Freiherr und Kaiserl. Reichshofrat zu Wien 30. Mai 1768), dessen Familie mit der seinigen sehr be- freundet war, den ersten Unterricht in den juristischen Fächern erhalten. Doch kann dieser Unterricht nicht lange gedauert haben, da Senckenberg im November 1730
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IeU2UGLSGI OIIIVGILBIGAGAU uIII e Jur IISIIGC DRUDUI WAn neneen———— eingereichten umfangreichen Dissertation lautet: O. D. B. V. Disserlalio nawgordlis, Dlecta de Adit one Hereditatis ew Iore Rom. et patrao llostrata sistens. Ooum Toua iovamnte ew Decreto magnifici Lctorvm Ord. in lostri Academia Lodovicicnc, pPro Grado doctorali rite conseqvendo D. Oct. MDCCAXAXVIII poblico Procervm Academide examini sobmittit ITo. Cusparos Goethe, Moeno-Francofort. Giessde, tlipis Eb. H. Ldmers, Acad. tpogr. Sie umfasst ausser 10 Seiten Titel, Dedikation und Inhaltsverzeichnis auf 161 Seiten die in zwei Kapitel(De Aditione Hereditatis eg Pore Romdno, S. 1— 100, und De Aditione Hereditatis ew Bore Germanico, S. 101— 161) geteilte Abhandlung. Es
folgt ein Appendix, S. 161— 168, sodann ein Gratulationsschreiben von dem Dekan
Johann Friedrich Kayser und eines von Senckenberg, S. 169— 176. Den


