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unſer Apo⸗ ereins
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An den hochverehrten Vorſtand des Deutſchen Geſammt⸗ Apotheker⸗Vereins.
Am 8. Auguſt 1823, alſo genau vor 35 Jahren, ernannte mich der damals noch junge Apotheker-Verein im nördlichen Deutſchland zu Seinem Ehrenmitgliede und ich erhielt das Diplom durch den hochver⸗ dienten, nur zu früh verklärten Brandes. Dieſer, in ſeinen Erfolgen ſo ruhmvolle und ſegensreiche Verein iſt zum„Deutſchen Geſammt⸗Apo⸗ theker⸗Vereine“ herangewachſen: er umfaßt nunmehr unſer geliebtes großes ganzes Vaterland. Am Tage meines halbhundertjährigen amtlichen Wirkens ſehe ich mich als Ehrenmitglied in dieſen, mit ſo ſtrahlendem Glanze erwei⸗ terten Verein aufgenommen, und ſchätze dieſe Ehre hoch, ſehr hoch, und bin für ſie ſehr dankbar.
Die Pharmacie hat ſich raſch zu einem ſelbſtſtändigen und hochwich⸗ tigen Zweige der auf den Heilzweck angewandten Naturkunde ausgebildet, und unſere medieiniſche Facultät iſt ſtolz darauf, zu dieſem großen Fort⸗ ſchritte dadurch mitzuwirken, daß ſie, zur anerkennenden und aufmuntern⸗ den Auszeichnung, die wiſſenſchaftlichen Männer dieſes Gebietes, durch Ertheilung des beſondern Doktorgrades in der Pharmacie zu ehren, ſich berufen fühlt. Für die Erhaltung dieſes ſchönen Brauchs ſtets eifrig mit⸗ gewirkt zu haben, darf ich mich rühmen, indem ich ſo einiges Verdienſt um die hochanſehnliche Geſellſchaft und den ganzen pharmaceutiſchen Stand zu haben glaube.
Empfangen. Sie, die würdigen Vorſtände des Vereins, für Ihr gütiges Andenken und Ihre liebevollen Glückwünſche meinen tiefgefühlten Dank und genehmigen Sie die Bitte, dieſen meinen Dank und meine innige Verehrung den Mitgliedern des Vereins auszudrücken.
Gießen, am 8. Auguſt 1858.
Ihr treuergebenes Ehrenmitglied
Ferd. Aug. Fr. von Ritgen. An die Hochwohlgebornen Herrn: Dr. Bley zu Bernburg und Dr. Weil zu Heidelberg.


