ilfe
rüſtig ge bei Stun⸗ Herrn flichen dither⸗
lüthen anches
neinen
Sie
1 S
gliede
An
den hochgeehrten Vorſtand der Societas physico-medica Erlangensis.
Indem die hochanſehnliche Geſellſchaft, deren correſpondirendes Mit⸗ glied zu ſein ich mich ſchon eine Reihe von Jahren erfreue, mich zu Ihrem Ehrenmitgliede ernennt, beweiſet Sie mir ein Wohlwollen, deſſen Aus⸗ druck meine 50jährige Thätigkeit zur Veranlaſſung hat.
Namen, wie die Ihrigen, machen auch dann, wenn kein perſönlicher Umgang und nur geiſtiger Verkehr durch das Studium von Lehren und Schriften möglich iſt, das Gefühl höchſt angenehm, durch das Band eines gelehrten Vereins, den Trägern ſolcher Namen näher anzugehören. Fragt uns Jemand:„Kennen Sie Gerlach, Gorup, Schnizlein, Pfaff, Roſenauer perſönlich?“ und man antworten muß:„Perſönlich nicht;“ ſo iſt es doch wohlthuend, hinzuſetzen zu können:„Aber Mitglied Ihres Vereins bin ich.“ Noch erfreulicher iſt es, wenn man wenigſtens mit Einem dieſer hochverehrten Männer Umgang zu pflegen das Glück ge⸗ habt hat.
Und ſo danke ich denn Ihnen, hochverehrte Collegen, herzlich dafür, daß Sie die ſchöne Sitte, den freundlich zu begrüßen, dem das Geſchick vergönnte, auf eine halbhundertjährige Berufswirkſamkeit zurückzublicken, auch bei mir zu üben, mich gewürdigt haben.
Drücken Sie dieſen meinen Dank und meine beſondere Hochachtung den übrigen hochverehrten Mitgliedern des Vereins freundlich für mich aus.
Gießen, am 5. Auguſt 1858.
Ihr ganz ergebenes Ehrenmitglied Ferd. Ang. Fr. von Ritgen.


