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Feier des fünfzigjährigen Dienst-Jubiläums des Geheimenraths und Professors Dr. Ferdinand August Maria Franz von Ritgen zu Gießen
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20 Feſttafel.

Zu der dem Jubilar gegebenen Feſttafel waren, als Ehrengäſte, vom academiſchen Senat die nächſten Verwandten geladen. Von dieſen wurden durch Krankheit und Abweſenheit zu erſcheinen gehindert: die Herrn Profeſſor Dr. Stein zu Bonn, Obriſtlieutenant Ritgen zu Dorſten, Forſtmeiſter Ritgen zu Coblenz, Seine Excellenz Generallieutenant von Wachter, Geheimer Staatsrath Zimmermann, Prälat Zimmermann und Geheimer Kabinetsrath Zimmermann zu Darmſtadt.

Zur Tafel wurde der Jubilar von den beiden jüngſten Profeſſoren DD. Seitz und Heyer zu Wagen abgeholt. Im feſtlich geſchmückten Saale des Gaſthauſes zum Einhorn fand er die Profeſſoren und ſonſti⸗ gen Angehörigen der Univerſität Gießen, die Gäſte, die gratulirenden Aerzte des Großherzogthums, die von dem Senate eingeladenen Studi⸗ renden der Medicin, welche als Abgeordnete die Glückwünſche und Ge⸗ ſchenke ihrer Commilitonen überbracht hatten; ſodann die am Gaſtmahl theilnehmenden Glieder der Geiſttlichkeit, des Hofgerichts, der Kreisbehörde, des Gymnaſiums, der Realſchule, des Bauamts, ſo wie des Stadtraths.

Den erſten Trinkſpruch brachte, auf das Wohlſein Sr. Königlichen Hoheit des Großherzogs von Heſſen, der Rector Magniſicus der Landes⸗ univerſität, Herr Profeſſor Dr. Heſſe, aus.

Der zweite Trinkſpruch galt dem Jubilar und wurde vom Dekan der mediciniſchen Facultät, Herrn Profeſſor Dr. Wernher, in einer Anrede an den Jubilar geſprochen.

Der Jubilar dankte in einer Anrede.

Einen Toaſt auf die Familie des Jubilars brachte der Cancellarius Magniſicus der Univerſität, Herr Geheimerath Profeſſor Dr. Birnbaum.

Den Dank ſprach der Sohn des Jubilars.

Noch wurden dem Jubilar Trinkſprüche vom Kreisrath des Kreiſes Gießen, Herrn Geheimen Regierungsrath Küchler, unter welchem die Hebammenſchule ſteht, und vom Bürgermeiſter der Stadt Gießen, Herrn Ebel, gebracht.

Später machte der Jubilar die Runde, mit jedem der Anweſenden ſprechend und mit dem Glaſe anſtoßend.

Der Abend wurde im Buſchiſchen Garten zugebracht, wo auch die Studirenden unter dem Klange der Muſik des Ständchens und Com⸗ merſes, verweilten.

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