Am 18. Juli 1858, Morgens ſechs Uhr, beglückwünſchten den Ju⸗ bilar ſeine und ſeines Sohnes Gäſte: ſeine Schwiegermutter Profeſſorin Stein, geborne Ritgen aus Bonn; ſein Bruder Chriſtian, Ober⸗ einnehmer aus Dorſten und deſſen Sohn Hermann, K. Preußiſcher Lieutenant; der K. Preußiſche Regimentszahlmeiſter Louis Ritgen, Sohn des Bruders des Jubilars Johann Ritgen, Directors des Re⸗ monte⸗Geſtüts bei Tilſit; der Forſtkandidat Gotthardt, Sohn des Bruders des Jubilars Joſeph Ritgen, Forſtmeiſters zu Coblenz; der Neffe des Jubilars Ernſt von Roeder, Freiherr zu Diersburg, Oberpoſtkommiſſär zu Eiſenach, mit Gemahlin; der Schwager des Ju⸗ bilars, Herr Friedrich Vietor, Hoſgerichtsadvokat aus Fulda, mit Gemahlin und den Töchtern Betty und Minna. Ferner der Großher⸗ zoglich Sächſiſche Major und Commandant der Wartburg, Herr von Arnswald; Herr Medicinalrath Dr. Feiſt aus Mainz; die an der Reſtauration der Wartburg mitwirkenden Maler, Herr Hofmann aus Darmſtadt und Herr Welter aus Cöln.
Dann folgten einige näheren Freunde des Hauſes mit ihren Glück⸗ wünſchen. Auch ſtellte ſich das untere Perſonal der Univerſitätskanzlei und des botaniſchen Gartens gratulirend ein.
Ein Feſtgedicht überbrachten die Fräulein Auguſte und Louiſe Trapp in Gießen und fünfzig Kränze aus ebenſoviel verſchiedenen Blu⸗ men, in einem reich mit Bändern geſchmückten Korbe, zu einer Blumen⸗ ſonne ineinandergefügt.
Um halb ſieben Uhr erſchien der Sohn des Jubilars, Hofbaurath und Profeſſor Dr. Hugo von Ritgen, im Auftrag Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs von Sachſen und überreichte ſeinem Vater ein huldvolles Handſchreiben dieſes Fürſten, begleitet von den Inſignien eines Comthurs des Ordens der Wachſamkeit, oder vom weiſſen Falken.
Ihm folgte der Herr Poſtmeiſter Schön in Gießen, wünſchte Glück und überbrachte ein Schreiben Seiner Exzellenz des Großherzoglich Heſſi⸗


