Die Abgeſandten der Glückwünſchenden begaben ſich in die Wohnung des Jubilars, wo ſie die Verwandten und nächſten Freunde deſſelben ver⸗ ſammelt fanden, die Glückwünſche ihrer Commilitonen nochmals aus⸗ ſprachen, und der Jubilar mit ihnen Becher Schaumweins leerte.
Der Jubilar grüßte nochmals am Fenſter unter donnerndem Lebehoch die Bringer des Ständchens und wurde von deren Abgeordneten in die Commershalle geleitet.
Hier waren faſt alle Studirende der Univerſität, viele Profeſſoren und viele frühere Schüler des Jubilars verſammelt. Ein jubelndes Lebe⸗ hoch empfing ihn bei ſeinem Eintritt.
Unter den Klängen des reichen ausgezeichneten Orcheſters wurden die Bräuche des Commerſes, mit Geſängen und Salamanderreiben, an welchen die Prinzen heiter Theil nahmen, feierlich begangen. Dem Jubilar wurde ein Toaſt mit Salamander gebracht, auf welchen er erwiederte.
Er verweilte in dem feſtlich geſchmückten Saale, in welchem ſeine Büſte, umkränzt und hell beleuchtet, aufgeſtellt war, bis nach Mitternacht und wurde von den Abgeſandten in ſeine Wohnung zurückgeleitet.
Vor dem Ständchen empfing der Jubilar die Glückwünſche ſeiner Gemahlin, ſeines einzigen Sohnes Hugo, ſeiner Schwiegertochter Jo⸗ hanna und ſeiner Enkel Anna, Hugo und Otto. Sie brachten zu Geſchenken: einen ſtattlichen Becher in erhabener Arbeit, die Wartburg auf dem Deckel, die Statuen des Stifters der Wartburg, Ludwig des Springers, ſodann Wolfram's von Eſchenbach, der heiligen Eliſabeth und Luther'’s an den Seitenflächen tragend, das Ganze in byzantiniſchem Geſchmack ausgeführt; auf einem Geſtelle, von ausgezeich⸗ netem Holzſchnittwerk, das Familien⸗Wappen in Glasmalerei; Cauer's Dornröschen, nach Grimm's Mährchen, in Stearingyps; eine Perlen⸗ ſtickerei der Enkelin und ſchöne Zierblumen.
den Gr
Wo erhält in iſt für i Gewalte
W in den S bilar T tiefgefi


